Ist Bioessen schon politisch? Radikale Selbstbefragung

Prüfungsphase | Foto: Michaela Muchina

Die Teilnahme an einer Online-Petition. Der Einkauf im Bioladen. Für viele Menschen sind dies schon politische Handlungen. Doch welche Möglichkeiten gibt es überhaupt, echten Einfluss auf Entscheidungsprozesse zu nehmen? „Wie ist unser System gestrickt?“ Das fragt sich die Theatermacherin Elisa Müller, die der freien Szene des Ruhrgebiets entstammt und nach ihrem Schauspielstudium in Charlottenburg in Berlin lebt und arbeitet. In ihrer Performance „Politisches Solo“ will sie sich einer radikalen Selbstbefragung aussetzen und ihr bisheriges, noch nicht getätigtes, mögliches und notwendiges politisches Handeln überprüfen. Die Person auf der Bühne wird der realen Person Elisa Müller sehr nah kommen: „Ich arbeite wirklich immer mit dem persönlichen Material“, sagt sie – und scheut sich auch nicht, den viel diskutierten Begriff „authentisch“ zu verwenden. An zwei der vier Aufführungsabende im Freien Kunst Territorium (FKT) gibt es im Anschluss noch einen „Blickwechsel“: Unter diesem Titel sprechen der Philosoph Daniel Saar (Ruhr-Uni) und die Kulturwissenschaftlerin Inga Schaub (HU Berlin) darüber, wie der eigene Handlungsspielraum zwischen Kunst und Politik erweitert werden kann.

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