Dreamland

Komm mit, komm mit mir ins „Dream Land“ | Foto: Florian Krau

Zwölf Menschen unter einen Hut zu bringen, ist nicht einfach. 2003, da hat es geklappt. Choreograph Ives Thuwis inszenierte gemeinsam mit elf Jugendlichen ein Tanztheaterstück für das damals noch junge FFT.

„Adieu“ hieß es, 35 Mal wurde es in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in Belgien aufgeführt. Für eine freie Produktion, noch dazu eine, an der größtenteils Anfänger beteiligt waren, ein Riesenerfolg. Sechs der damals noch jungen Akteure haben danach tatsächlich eine künstlerische Laufbahn eingeschlagen, studierten Schauspiel oder Theaterwissenschaften, wurden Tänzer, Darsteller oder Dramaturgen. Nun kommen sie noch einmal zusammen, um zu schauen: Was ist mit uns passiert? Wie verstehen wir uns künstlerisch?

„Unsere Probenzeit beinhaltete viel Reden“, sagt Verena Billinger. Die 29-Jährige bringt gemeinsam mit Ives Thuwis und ihren einstigen Mitspielern das Projekt „Dream Land“ auf die Bühne. „Wir verarbeiten darin persönliche Geschichten, toben uns aber auch kreativ aus“, beschreibt sie das Vorhaben. Leicht sei das nicht gewesen. Jeder hätte seine eigenen Vorstellungen eingebracht. „Man merkt am Ergebnis die Reibung, wie wir uns aneinander abgearbeitet haben.“ Klingt nach Stress. „Nein, das war es nicht“, sagt Billinger. Im Gegenteil: Mit einigen der Kollegen sei der Kontakt nie abgebrochen, teilweise habe man sogar schon professionell miteinander gearbeitet.

Das Spannungsmoment ergibt sich daraus, dass „Adieu“ der Startschuss in ein künstlerisches Leben war. „Dream Land“ lotet nun aus, wie sich die kreativen Herangehensweisen verändert haben. In zwei Teilen thematisieren Thuwis und seine sieben Akteure die Trennung und was sie gebracht hat. Sieben? Richtig! Einer, der Sport studiert hat, wollte dabei sein, auch wenn er kein Künstler wurde. Und was steht 2023 an? „Klar haben wir gesagt, dass wir uns in zehn Jahren wiedersehen“, sagt Billinger und lacht.

 

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