Junge Wilde mit Antoine Tamestit: Wilde Viola

| Wild mit Viola: Antoine Tamestit (Foto: Eric Larrayadieu)

Eine ausgediente Pfanne? Ein ewig plärrendes Gör? Else Kling von gegenüber? Ach, wär’s mal so. Nein, der garstige Germane in einem tituliert mit „Bratsche“ banausig-barsch die etwas korpulentere, aber äußerst charmante, eine Quinte tiefer singende Schwester der Geige. Aus dem Schatten von Violine ist sie allerdings längst herausgetreten, wird allseits bei ihrem italienischen Namen Viola gerufen und hat seit einigen Jahren in Antoine Tamestit ihren neuen Meister gefunden.

Über drei Spielzeiten gehörte der virtuose Franzose, gleichsam Professor an der Kölner Musikhochschule und, um noch mal germanisch mit der Zunge zu schnalzen, einer der international gefragtesten Bratschisten seiner Generation, zur Riege der „Jungen Wilden“ am Konzerthaus Dortmund. An der Seite von Pianist Markus Hadulla verabschiedet sich der 32-Jährige nun als solcher mit je einer Sonate von J. S. Bach, Brahms und Schostakowitsch. Au revoir et vive la viole!

rg

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