Animal Farm: Düstere Aussichten

Revolution: Animal Farm | Foto: Willi Filz

Gilt George Orwells Roman „Die Farm der Tiere“ auch im 21. Jahrhundert? Das AGORA-Theater setzt sich in „Animal Farm – Theater im Menschenpark“ im FFT Juta damit auseinander.

Siebzig Jahre nach Ersterscheinung ist das Buch wieder oben in den Bestsellerlisten. „Die Frage war: Wie steht es um die Aktualität?“ erklärt Regisseur Felix Ensslin. Im 1945 erschienenen Werk prangert Orwell die propagandistische Manipulation an, unter der die Welt in den Kriegsjahren zuvor leiden musste. Anstelle von Menschen revoluzzern im Roman die Nutztiere auf einer Farm. Die Meute stellt sich gegen ihren „Schöpfer“, den Farmer, der sie gezüchtet hat. Und heute? „Das Buch ist eine Art Mahnung, dass der Mensch nicht zu viel Befreiung fordern kann“, so Ensslin. „Wenn es zu viel Freiheit gibt, kommen die Bürokraten, die Tyrannen, die das für sich in Anspruch nehmen.“

Wie lang noch bis zur Revolution?
Wie lange dauert es noch bis zur Revolution? Ist der Mensch heute das Farmtier, das bald aufbegehrt? Sieben Schauspieler begeben sich auf Spurensuche: „Was ist unsere historische Situation? Die Analogie dazu, was Orwell in seinem Buch schreibt?“ Klar sei geworden, dass es keine Möglichkeit gebe, die Geschichte einfach nachzuerzählen. Das Ensemble entwickelte neue Figuren, Nachfahren der im Original agierenden Akteure. Das heutige Europa als „Menschenpark“, bevölkert von leistungsorientierten Wesen, die das Orwell’sche Schwein doch in sich tragen.

Animal Farm-Theater im Menschenpark: 25.1., 20 Uhr, FFT Juta, Düsseldorf

Alle Termin Details findest du auf der Kalenderdetailseite