Wolfgang Trepper: Von Mercator bis Merkel

Trüffelschwein Trepper | Foto: Frank Hügel

Material für einen Jahresrückblick hätte er im Sommer schon genügend gehabt: vom alten Ratze, der nicht mehr den Papst spielen wollte, bis zu den Duisburger „Zebras“, die nicht mehr in der 2. Liga spielen durften. Aber Wolfgang Trepper blieb auch das restliche Jahr über wachsam und schaute sich das illustre Treiben im Land an. Daraus strickt er traditionell ein Programm, das mal spöttisch und mal bitterböse daherkommt. Obwohl der Kabarettist inzwischen in Hamburg lebt und in ganz Deutschland spielt, hat er stets ein Auge auf das Geschehen in seiner Duisburger Heimat. Vom grandiosen Murks rund um die Mercatorhalle oder der Kargheit des Bahnhofsvorplatzes hat man als Nicht-Duisburger vielleicht noch nichts gehört. Doch Trepper ist das Trüffelschwein im Morast der lokalen Themen. Was miefig nach Duisburg riecht, begeistert längst auch das Publikum aus anderen Städten. Das führt seit Jahren zu einer enormen Kartennachfrage. Sein „Dinner for DU“, der Rückblick auf 2013, präsentiert er im Januar an neun Abenden im Grammatikoff. Am 20. Januar hängt er einen besonderen Abend dran: Unter dem Titel „Ganz leise“ stellt er seine ruhigen, rührenden und berührenden Texte vor.