Sarah Fischers Heimatstyle: Lokalpatriotin mit Stil

Schloss Benrath zum Anstecken: Heimatstyle | Foto: Sarah Fischer

Der Verbundenheit zu ihrer Stadt haben die landeshauptstädtischen Kreativen in den vergangenen Jahren in unterschiedlichsten Formen Ausdruck verliehen. Es gibt ein Düsseldorf-Memory, Düsseldorf-Taschen, alternative Postkartenmotive, Kofferanhänger und natürlich Oberbekleidung für den Herrn, die Dame und das Baby. Schmuckstücke mit Düsseldorf-Bezug hingegen sind bisher eher die Ausnahme. Allein die Fortuna-Ringe von Christiane Winks Label „privat“ erfreuen sich auch in Zweitligazeiten konstanter Beliebtheit.

Seit Oktober 2013 gibt es nun ein Label, das sich auf heimatverherrlichenden Schmuck, auch jenseits des runden Leders, spezialisiert hat: Heimatstyle. Dahinter verbirgt sich Sarah Fischer. Nach einem Kommunikationsdesign-Studium arbeitete die „äschte Düsseldorferin“ (Fischer über Fischer) über zehn Jahre in der Galerie Wolfgang Gmyrek. Mittlerweile kreiert die 36-Jährige Ringe, Broschen, Anhänger und Ohrstecker, alles zu hundert Prozent heimatverbunden und in Handarbeit entstanden. Eigene Fotografien, Texte und Illustrationen bearbeitet und verkleinert Fischer am Computer und druckt sie auf Fotopapier. Veredelt mit Glanz und Glitter werden die Motive, darunter das Benrather Schloss, St. Lambertus oder der Rheinturm, anschließend wasserfest versiegelt. Fertig sind die Schmuckstücke, jedes davon ein Unikat.

Dreißig Euro kosten ein Paar Ohrstecker, vierzig Broschen oder Anhänger. Fingerringe sind schon ab zehn Euro zu haben. Entweder im Heimatstyle-Shop bei daWanda oder im realen Leben bei SchuhWalküre (Lorettostr. 41) sowie Frowein in der Altstadt. Apropos Altstadt: In dem Veedel hat die Heimatstylerin lange gewohnt und gearbeitet. Mittlerweile ist sie nach Bilk verzogen. Der Düsseldorf-Vernarrtheit hat das keinen Abbruch getan. „Düsseldorf ist eine kleine Großstadt“, sagt Fischer. Und: „Ich möchte nirgendwo anders wohnen. Nur hier fühle ich mich zuhause.“