Psychedelischer Start ins Jahr: Plateau Effect:

Ungewöhnliche Tanzsprache | Foto: Urban Jörén

Nach dem Aufwachen ist man manchmal noch einen Moment lang gefangen im Zwischenreich zwischen Traum und Wirklichkeit. Wenn das Essener Tanz- und Performancehaus PACT Zollverein Ende Januar aus dem Winterschlaf erwacht, liefert es die perfekten Bilder für diesen Zustand: Der Choreograph und Tänzer Jefta van Dinther hat für die Performance „Plateau Effect“ zum ersten Mal mit dem legendären Stockholmer Cullberg Ballett zusammengearbeitet. Aus Körpern, Materialien, pulsierendem Licht und treibendem Sound entwickelt er ein rauschhaftes Bühnengeschehen, das die Wahrnehmungsgrenzen des Publikums herausfordert. Einen „Mikrokosmos nahezu psychedelisch anmutender Sinneseindrücke“ kündigt PACT Zollverein für diese Deutschlandpremiere an. Wer skeptisch ist, was sich hinter diesen Worten verbirgt, sollte den Besuch allein wegen der Tänzer des Cullberg Balletts in Erwägung ziehen: 1967 von Birgit Cullberg gegründet hat es schon früh an der Symbiose von klassischem Spitzen- und modernem Ausdruckstanz gearbeitet, die heute weitgehend die Ästhetik der internationalen Ballettszene bestimmt.