Integration durch Theater: BAOBAB – der Affenbrotbaum

Stephan Busche (IB), Ulf Heßling (SKJ), Barbara Sydow (Kinder- und Jugendtheater), Thorsten Müller (Theaterpädagoge), Kim Preyer (Theaterpädagoge)

Wenn sich der Trend fortsetzt – wie aktuell bei den Wuppertaler Bühnen geschehen –, dass an Theatern kurzerhand die Abteilung Theaterpädagogik abgeschafft wird, bedeutet dies schlicht, dass Kindern und Jugendlichen mit wie auch immer geartetem schwierigen Background Hilfsangebote entzogen werden. Immer mehr wird man auf Projektarbeit und vor allem deren Finanzierung angewiesen sein. Eine Vollfinanzierung des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ermöglicht aktuell und bis Mitte 2014 das Theaterprojekt „BAOBAB – der Affenbrotbaum“.

„Das Projekt bringt sozial benachteiligte Jugendliche aus unterschiedlichen Heimatzusammenhängen und verschiedenen Sprachkulturen zusammen“, berichtet das Wuppertaler Kinder- und Jugendtheater, das hier in Kooperation mit dem Internationalen Bund und dem Verein für Sozialtherapeutische Kinder- und Jugendarbeit beteiligt ist. Im Dezember haben die Workshop-Tage begonnen, die in einen Kurs übergehen, der bis Mitte des Jahres 2014 fortgeführt wird.

„Eine neue Theatergruppe wird für dieses Projekt entstehen. Diese Gruppe wird zusammengestellt aus Jugendlichen zwischen 13 und 18 Jahren, die hier vom Internationalen Bund begleitet werden und Sprachkurse besuchen. Außerdem mit Jugendlichen zweier Wohngruppen, die vom SKJ betreut werden.“

BAOBAB – der afrikanische Affenbrotbaum, soll als Symbol verstanden werden; in seinem Schatten entsteht ein Ort der Begegnung und künstlerischen Auseinandersetzung zum Thema Heimat.

„Unser Ziel: den Jugendlichen durch Theater die Integration zu erleichtern, die Sprachentwicklung zu fördern und das Verständnis untereinander für unterschiedliche Kulturzusammenhänge zu fördern. Es geht außerdem darum, den Jugendlichen den Zugang zu helfenden Institutionen zu erleichtern, und sie darüber hinaus für das Theater zu begeistern.“