Virtuelles Stickeralbum: Duisburger entwickelt die App Stycker

Sven Jung am Rechner | Foto: Nadine Beneke

Der Duisburger Sven Jung lernte bereits mit 13 Jahren die erste Programmiersprache. Seine Leidenschaft für Computer und Technisches ist bis heute geblieben. In diesem Sommer hat der gelernte Bürokaufmann eine eigene App in den Playstore gebracht.

„Glanzbilder, Filzsticker und Korkenaufkleber“ sammelte Sven Jung in seiner Schulzeit. Irgendwann war der Boom vorbei. „Weil es noch kein virtuelles Stickeralbum gab, dachte ich, machste mal eins“, beschreibt Jung die Entstehungsgeschichte seiner App Stycker. Rund acht Monate verbrachte der Bürokaufmann nach der Arbeit „vier Stunden täglich und das ganze Wochenende durch“ am Computer. Seit Mitte Juli steht seine App für Androidgeräte zur Verfügung. Einen Monat lang testete außerdem eine „Beta-Gruppe“ das virtuelle Sammeln und Tauschen. Die Bedienung ist „total idiotensicher“, so der Duisburger.

Einfache Handhabung

Als Fan von Konsolenklassikern wie Zelda, Mario Kart oder Super Mario lag ihm die einfache Handhabung am Herzen. „Nintendo hat nie High-Tech-Spiele und es macht immer allen Spaß“, sagt der 32-Jährige. Die Zielgruppe sind Jugendliche, die via Smartphone auf dem Schulhof tauschen, oder die Sticker-Fans von früher. Jung selbst sammelte übrigens nicht nur, er glänzte in der Schule auch im Informatikunterricht: „Da hab ich den Lehrern mehr beigebracht als sie mir“, erzählt er schmunzelnd. Dass er neben seinem Beruf nun eine App veröffentlicht hat, findet er nicht ungewöhnlich: „Das ist kein Hexenwerk. Programmieren kann jeder lernen. Mit 30 Euro biste dabei, da kannste dir ein Buch kaufen.“

Ein paar Kniffe gab es aber doch: „Die Tauschfunktion war die schwierigste Funktion.“ Tagelang habe die Beta-Gruppe Tausende von Aufklebern getauscht. Inzwischen funktioniert das Hin- und Herschieben der Sticker über Freundeslisten oder Social Media-Kanäle reibungslos. Die 22 Tester sind weiterhin regelmäßige User. Acht Sticker-Kategorien gibt es, darunter Tiere, Sportgegenstände oder geheime Sticker, die mittels Schlüssel freigeschaltet werden müssen. Dank verschiedener Pakete, etwa indem man sich Werbung anschaut oder sich fünf Tage hintereinander einloggt, bekommt der User verschiedene Sticker-Pakete. Jung sagt: „Man kann alles gratis schaffen.“ Im Moment sind die Einnahmen Serverkosten-deckend. Updates und Erweiterungen sind geplant. Eventuell auch eine Version fürs iPhone. Im Vordergrund steht für Jung aber so oder so der Spaß: „Handwerker schaffen etwas mit den Händen. Ich kann am Computer Gott spielen.“ NaB

Mit dem Gutscheincode „COOLIBRI“erhält man einen coolibri-Sticker gratis.

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