Veganz: Supermarkt-Kette kommt ins Ruhrgebiet

Oliver Joosten (Mitte) und sein Team beim VSD

Für manch verbohrten Fleischliebhaber mag der Ausruf „Die Pflanzenesser kommen!“, mit dem die Supermarkt-Kette Veganz die Eröffnung der ersten Filiale im Ruhrgebiet ankündigt, wie eine Kampfansage an seine lecker-heile Steak- und Schnitzel-Welt wirken. Oliver Joosten, Geschäftsführer der Essener Filiale, kann über derlei Befürchtungen nur den Kopf schütteln.

„Wir wollen nicht missionieren, sondern zeigen, dass es nicht nötig ist, Tiere auszubeuten, um sich gesund ernähren zu können.“ Er und seine zehn Angestellten bieten ab Freitag im neuen Univiertel „Grüne Mitte“ auf 200 qm bis zu 6 000 rein vegane und zu etwa 80 % Bio-Produkte im Vollsortiment an. Eine Auswahl, die in der Region bis dato ihresgleichen sucht.

„Viele sind es leid, sich in zehn Supermärkten ihre Sachen zusammensuchen und ständig die Inhaltsstoffe durchlesen zu müssen“, beschreibt Joosten am Rande des Vegan Street Day (VSD) in Dortmund den Konsumalltag von immer mehr Menschen, die sich frei von tierischen Lebensmitteln ernähren wollen. „Bei uns können sie unbeschwert einkaufen. Alle Betriebswege sind im Vorfeld geklärt.“ Gleichzeitig betont der Essener, dass sich das eigene Angebot bei weitem nicht nur an die Kernklientel „Veganer/Vegetarier“ richtet. Bewusst sei man in das allgemein hoch frequentierte Umfeld von Limbecker Platz und Universität gezogen. Für Studenten soll es sogar einmal wöchentlich spezielle Rabatte geben.

Das Interesse am Veganz scheint jedenfalls groß. So haben z. B. als kleiner Gradmesser bereits über 7 000 Personen auf Facebook die Fanpage der neuen Filiale des aus Berlin stammenden Supermarkt-Konzepts geliked. Und auch Oliver Joosten ist zuversichtlich, dass bei gutem Wetter mehrere tausend Besucher zum Eröffnungswochenende nach Essen kommen werden.

Am Freitag und Samstag wird es ab 10 Uhr u. a. Koch- und Barbecue- sowie eine Strongman-Show geben. Infostände und eine Ernährungsberatung liefern insbesondere für Leute, die sich bisher kaum bis gar nicht mit der Idee einer tierproduktfreien Lebensweise erst Erkenntnisgewinne. Ein Gewinn für sich vegan ernährende Menschen ist das Veganz auf alle Fälle. Und es halten sich hartnäckig Gerüchte, dass der Supermarkt in seiner Nachbarschaft schon bald Zuwachs eines Restaurants und Schuhladens bekommt. Beide dann ebenfalls ganz ohne tierische Produkte im Sortiment.

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