Record Store Day: Gegen den Einheitsbrei

Songwriter James Jackson Toth

Eine Bresche gegen den musikalischen Einheitsbrei schlagen die unabhängigen Plattenläden. Sie sind Orte für Entdeckungen, ausführliche Diskussionen über Bands und Alben, hier lebt das Vinyl als Nischenprodukt wieder auf. Seit CDs gebrannt und Musik in annehmbarer Qualität im Internet zu finden ist, haben es die Plattenläden allerdings schwer und brauchen Aufmerksamkeit durch Aktionen wie den internationalen Record Store Day, der auch dieses Jahr wieder am dritten April-Samstag stattfindet. Nahezu alle kleinen Plattenläden nehmen teil und haben einen Tag lang besonders hochwertige und seltene Musikveröffentlichungen und Specials wie limitierte Sonderauflagen oder unveröffentlichte B-Seiten-Compilations im Angebot. Musiker spielen live im Laden oder geben Autogramme. Etwas Besonderes hat sich der vor kurzem von Krefeld nach Essen gezogenen Laden Unrock einfallen lassen: Er startet am Record Store Day eine Konzertreihe in Kooperation mit der Zeche Carl. Dort ist Wooden Wand, das Songwriter-Projekt von James Jackson Toth zu erleben. Auf seinem neuen Album „Blood Oath Of The New Blues“ begibt er sich auf eine bedächtige Reise auf den Spuren von Hank Williams über Bob Dylan bis zu Devendra Banhart.