gut. – die Messe & Heldenmarkt: Grüne Welle

Veganes Kochen

Erdbeeren im Dezember und mit dem Auto zum Briefkasten – Helden des Alltags werden wir so nicht. Mann muss ja nicht jeden Tag die Welt retten, aber ein Gang über die gut. Messe und den angeschlossenen Heldenmarkt bringt schon mal kleine Inspirationen.

In den 80er Jahren spazierte man schon mit dem legendären „Jute statt Plastik“-Beutel zur Teestube, 30 Jahre später fällt der Regierung ein, man könnte ja Plastiktüten verbieten. Warum dauert es so lange, bis sich da mal was ändert? „Wenn man sich Silvester vornimmt, sein Leben zu ändern, sieht man ja, wie weit man kommt“, erklärt Guido Röcken, Veranstalter der gut. – die Messe. „Jede Form von Veränderung ist für den Menschen schwierig.“ Mit der gut Messe will man daher den richtigen Ansporn geben, die Schlagworte sozial, fair und zukunftsfähig zu leben, ohne dabei auf gutes Design verzichten zu müssen. Ausgesuchte Kunsthandwerker bieten schöne Alltagsgegenstände, die nicht nach einer Saison auf dem Sperrmüll landen. Das hat natürlich seinen Preis – doch auf der Messe entwickeln sich ja schnell Gespräche zwischen Kunde und Hersteller, und so kann man laut Guido Röcken den höheren Kurs in Kauf nehmen: „Ein handgemachtes Möbelstück aus regionaler Forstwirtschaft, das regional hergestellt wurde, muss natürlich teurer sein als bei IKEA.“ Ein Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf nachhaltigem Design aus den Niederlanden.

Heldenmarkt: der unterhaltsame Umwelt-Engel

Ergänzt wird die Messe wieder vom Berliner Heldenmarkt, der nur zertifizierte Händler aus den Bereichen Essen & Trinken, Wohnen, Finanzen, Reisen, Mode und Freizeit zulässt. 80 Aussteller sind vor Ort, fast doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. „Mit unseren täglichen Kaufentscheidungen nehmen wir Einfluss, welche Produkte oder Dienstleistungen am Markt bestehen“, so Heldenmarkt-Geschäftsführer Daniel Sechert. Statt mit bierernsten Belehrungen wollen die Betreiber lieber mit unterhaltsamen Aktionen Umwelt-Engel aus den Besuchern machen. Vegane Kochshows machen Lust auf Tofu und Seitan, Aktionen zum Thema Upcycling machen aus Alt Neu, und wer will, kann auch gleich vor Ort seinen persönlichen CO2-Fußabdruck bestimmen.

Und damit auch nach dem Messebummel das grüne Gewissen im Alltag Bestand hat, gibt Gut-Mensch Guido Röcken noch ein paar Tipps: „Einfach beim Einkaufen Produkte mit viel Verpackung vermeiden. Vor dem Wegschmeißen überlegen, ob man nicht doch noch was draus machen kann. Und keine Klamotten weggeben, weil sie nicht mehr modern sind – lieber aufarbeiten lassen oder einfach weitergeben.“

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