Geschenkideen für Fußballfans

| Foto: via cc / Awaya Legends

Bald weihnachtet es wieder sehr. Da kommen Geschenkideen, die mit dem allseits beliebten runden Leder zu tun haben, gerade recht. Ob in Form zweier Liebeserklärungen an Fortuna Düsseldorf, eines Nachrufs an die ehemalige Spielstätte von Borussia Mönchengladbach oder der näheren Beleuchtung der Kurvenrebellen, bestens bekannt als Ultras. Nadine Beneke durfte einen Blick in die folgenden vier Bücher werfen:

Krawall und Remmidemmi

Gemeinhin herrscht die Meinung, Ultra-Fans seien nicht die hellsten Leuchten am Weihnachtsbaum – trotz Bengalos. Umso besser, dass es Menschen wie Christoph Ruf gibt. Der Journalist schenkt den „Kurvenrebellen“ im gleichnamigen Buch zwar kritisch, aber ernsthaft Gehör und bietet, wie im Untertitel beschrieben, „Einblicke in eine widersprüchliche Szene“. Der Leser erfährt so beispielsweise, welcher Stellenwert der „Zaunfahne“, hinter der sich die Ultras versammeln, beigemessen wird. Außerdem gewährt der Autor Einblick in verschiedene Gruppierungen, wie zum Beispiel die Schickeria aus München, die er prompt als „das Beste am FC Bayern“ bezeichnet. Auch die Themen Choreografien, Rechtsradikalismus, Gewalt und der Umgang mit Polizisten werden aufgegriffen. Ruf geht offen und informativ ans Werk, und spielt mit Stereotypen. Kein Wunder, dass es ihm da im Gespräch mit einem Dresdner Ultra entgegenschallte: „Komisch, Sie sind Journalist und haben trotzdem Ahnung von der Materie.“

Kurvenrebellen“ von Christoph Ruf, erschienen im Verlag Die Werkstatt, 12,90 Euro

Heißgeliebte, launische Diva

Nicht umsonst wird die Fortuna oftmals als launische Diva bezeichnet. Fernab von Feststellungen à la „So ist Fußball“ mutet der einstige Düsseldorfer Turnverein Flingern 1895 seinen Fans seit jeher Emotionen der besonderen Art zu. Man denke nur an das Relegationsspiel im vergangenen Jahr, bei dem der Rasen von Fans gestürmt (und entwendet) wurde. Für die gebürtigen Düsseldorfer Niko Hinz und Jens Wagenheim ist das nur ein Grund, ihren Verein zu lieben. Insgesamt 111 Argumente für die Fortuna-Anhängerschaft haben die beiden Berufsschreiberlinge in ihrer Chronik „111 Gründe, Fortuna Düsseldorf zu lieben“ zusammengetragen. Leidenschaftliche Anhängerschaft paart sich im Buch gekonnt mit Interessantem. Ein schlagender Grund lautet beispielsweise: „Weil wir schon Deutscher Meister waren, als der 1. FC Köln noch nicht einmal im Vereinsregister stand.“ Für Hinz und Wagenfeld ist ihr Zuneigungsbekenntnis außerdem „der beste Beweis, dass Düsseldorf eine Fußballstadt ist.“

111 Gründe, Fortuna Düsseldorf zu lieben“ von Niko Hinz und Jens Wagenheim, erschienen im Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, 9,95 Euro

Das ewige Auf und Ab

Seit Michael Bolten im zarten Alter von sieben Jahren „seine“ erste Heimniederlage der Fortuna erlebte, ist er Fan. 2013, Jahrzehnte später, veröffentlicht der in Hamburg lebende Düsseldorfer bereits sein drittes Buch über den Verein und seine Spieler. „Wir sind die FORTUNA!“ heißt es und beleuchtet insbesondere die Vereinshistorie von 1996 bis 2013. Nach dem insgesamt vierten Auf- und Abstieg in bzw. aus der Bundesliga folgte eine turbulente Zeit. Dritt- und Viertligaspiele dokumentiert Bolten ebenso wie die spektakuläre Rückkehr in die Bundesliga und den niederschmetternde Rückgang in die zweite Liga. Das Auf und Ab wird untermalt mit persönlichen Interviews. Toten Hosen-Mitglied Michael „Breiti“ Breitkopf, Fortuna-Urgestein Andreas „Lumpi“ Lambertz und Klaus Allofs, der 1978 am 7:1-Erfolg gegen Bayern München beteiligt war, kommen zu Wort. Ein besonderer Hingucker sind die zahlreichen emotionsgeladenen Bilder, die unter anderem von coolibri-Fotograf Christof Wolff eingefangen wurden.

Wir sind die FORTUNA!“ von Michael Bolten, erschienen im Verlag Die Werkstatt, 22,90 Euro

Die Raute am Bökelberg

„Am letzten Samstag, zwei Minuten vor dem Abpfiff, erhoben wir uns alle und sangen: Steh auf für den Bökelberg. Blöd eigentlich. Aber unter Tränen. Dann pfiff der Schiri das Spiel ab.“ So schildert der ZEIT-Redakteur Christof Siemes seinen Abschied vom legendären Mönchengladbacher Fußballstadion. Sowohl das allerletzte Spiel gegen 1860 München als auch die Leere im Anschluss sind in Christoph Buckstegens „Letzter Spieltag Bökelberg“ liebevoll dokumentiert. Helden wie Uwe Kamps und der heutige Sportchef Max Eberl tauchen ebenso auf wie die Verpflegungs-Bude namens „Brempter Wurst-Maxe“. Buckstegen lädt mit seinen detaillierten Bildern von Pappaufstellern hinter Fensterscheiben, der Parkplatzaufteilung („Schiri“ parkte direkt neben dem Arzt), Fankultur und erheiternden Nebensächlichkeiten zum Schmunzeln und zur Nostalgie ein. Mitreißende Fotos aus der neunzigjährigen Spielstättenhistorie gepaart mit Erlebnissen von Fans und einem Interview mit dem unnostalgischen Günther Netzer runden das Buch zum perfekten Gedenkstück ab.

Letzter Spieltag Bökelberg“ von Christoph Buckstegen, erschienen im spielmacher-Verlag, 19,80 Euro

Mehr Weihnachten 2013

versch. Termine im Dezember

Geschenkejagd: Märkte in der Region

In diesem Jahr nicht wieder bis zum 23. Dezember warten: Das haben vermutlich viele als guten Vorsatz in ihrem Oberstübchen abgespeichert. Wohl wissend, dass man so kurz vor dem Fest der Feste ohnehin meist nichts wirklich Passendes mehr findet, sondern Notnagel-Präsente aus den überfüllten Innenstädten mit heim bringt. Überhaupt gilt es die Stadtzentren in den letzten Wochen vor Weihnachten [mehr...]


Alternative Weihnachtsmärkte in NRW

Es wird heimelig: Lichterketten zieren die Städte, Einkaufsläden schmücken festlich ihre Schaufenster, und, ob am Arbeitsplatz oder zu Hause (zuallererst natürlich im Supermarkt), überall liegen Plätzchen und Zimtgebäck aus. Dies alles sind klare Anzeichen für die Vorweihnachtszeit. Fernab von Arbeitsstress und zahlreichen Erledigungen, denen wir gewöhnlich nachzukommen haben, sind es die [mehr...]


Klassische Weihnachtsmärkte in NRW 2013

Es wird heimelig: Lichterketten zieren die Städte, Einkaufsläden schmücken festlich ihre Schaufenster, und, ob am Arbeitsplatz oder zu Hause (zuallererst natürlich im Supermarkt), überall liegen Plätzchen und Zimtgebäck aus. Dies alles sind klare Anzeichen für die Vorweihnachtszeit. Fernab von Arbeitsstress und zahlreichen Erledigungen, denen wir gewöhnlich nachzukommen haben, sind es die [mehr...]