Fußball hoch oben: Bochumer Skatedeck macht Fußballfeld Platz

Das Skatedeck mit dem gigantischen Schriftzug hat sich zur Landmarke gemausert. Bald wird hinter den Lettern allerdings gekickt. | Foto: Lukas Vering

Mit dem Boom Skatedeck, beziehungsweise dem im Erdgeschoss befindlichen Spot Store, verlässt eine Landmarke Bochum. Seit 2012 konnten Bahnreisende schon aus dem Zug den Skatern unter dem knallroten Bermuda3Eck-Schriftzug beim Tricksen zusehen. Getrickst wird jedoch auch weiterhin, denn mit 11teamsports zieht Deutschlands größter Fußballshop in die Kortumstraße. Und auch auf dem Dach soll es weiter actionreich zugehen …

Bei 11teamsports, dem selbstgekrönten „besten Fußballladen der Welt“, findet der Hobby- und Profikicker alles, was den Weg des Runden ins Eckige einfacher machen soll: Von Trikot, über Stollenschuh bis hin zu Stutzenhalter und St. Pauli-Nummernschildhalter findet sich hier einiges, wofür es sich viel Geld ausgeben lässt. In den Medien war der Shop aus Crailsheim kürzlich zugegen, als bekannt wurde, dass 11teamsports nun zusammen mit Nike offiziell den VfL Bochum ausrüsten wird. Da ist es wohl durchaus passend, dass das Fußballfachgeschäft, das eigentlich vor allem für den Onlinehandel bekannt ist, seinen eigenen Laden in der Ruhrgebietsstadt bezieht.

Eröffnung am 16. September

Bereits am 16. September öffnet  11teamsports seine Tore und lädt zur großen Opening Party. „Unsere Kunden können verschiedene Tools, Catering, Aktionen, etc. erwarten“, kündigt Retail Marketing Manager Markus Schmidt an. „Desweiteren erwarten wir den ein oder anderen prominenten Gast aus Sport- und Musikszene.“  Namen kann der Marketing-Chef aus Berlin noch nicht nennen.

Das Besondere am neuen Ladenkonzept findet sich jedoch ein paar Meter weiter oben. Über dem Fußballgeschäft soll ein Soccer Court installiert werden. „Wie ein Käfig“ sieht so etwas dann aus, erklärt Bastian Pettau, Geschäftsführer von ballsportdirekt. „10 mal 15 Meter groß, mit Dach“, damit zu hoch zielende Pässe nicht im Bermuda-Getümmel für Angst und Schrecken sorgen.

Viele Skateparks im Pott

Nun wird also gekickt und gedribbelt, wo bis vor kurzem noch Skater letzte Ollies und Kickflips übten. Der Spot Store habe sich an der Stelle einfach nicht rentiert, heißt es von Seiten der Betreiber. Ganz traurig muss aber kein Rollbrettsurfer sein: Im Ruhrgebiet finden sich über 50 kleinere und größere Skateparks, auf denen man für Contests, die X Games oder den World Cup trainieren kann. Nur ab jetzt eben nicht mehr in luftiger Höhe. Julia Hubernagel

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