Willkommen im nächsten Level: KinderStückePreis der Mülheimer Theatertage

Biene im Kopf | Foto: Pedro Malinowski

Fantasievoll und gleichzeitig gesellschaftskritisch: Fünf Inszenierungen sind für den KinderStückePreis der Mülheimer Theatertage nominiert worden. Eines von ihnen kommt direkt aus dem Pott.

Als summende Biene meistert ein kleiner Junge Level für Level seines Abenteuerspiels. Allerdings nur in seiner Fantasie. Denn was für ihn wie ein Computerspiel aussieht, ist tatsächlich unsere und vor allem seine Realität. Sein Leben ist nicht schön: Pöbelnde Mitschüler und arbeitslose Eltern, die den ganzen Tag vor dem Fernseher hängen – kein Wunder also, dass er sich seine Welt bunter wünscht und auch macht. Roland Schimmelpfennig hat aus dieser Geschichte ein Theaterstück für Kinder gemacht. „Die Biene im Kopf" (ab 8 J.) ist am Consol Theater in Gelsenkirchen uraufgeführt worden und muss sich nun gegen vier weitere Nominierte aus ganz Deutschland behaupten.

Ebenfalls zu sehen gibt es im Rahmen des Festivals vom 15. bis 19. Mai „Dickhäuter“ (ab 7 J.). Die kleine Heldin Lou kommt in eine neue Klasse und stellt sich vor, wie es wäre ein Elefant zu sein, umgeben von anderen Tieren im Zoo. „Die Glücksforscher“ (ab 7 J.) gehen der Frage nach, wie man das Glück findet, ohne bei der Suche unglücklich zu werden. „Der dicke Sternschnuppe“ (ab 8 J.) handelt von Rudy, seinem besten Freund, dem Stofftier „Hamster“, und Schnuppy. Die junge Sternschnuppe ist nicht dick genug, um Rudys größten Wunsch zu erfüllen – also ab zum Training. Mit einem sehr aktuellen Thema der Gesellschaft beschäftigt sich das letzte nominierte Stück: In „Aus die Maus“ (ab 8 J.) betritt plötzlich eine Obdachlose die Bühne. Dort vermittelt eigentlich gerade ein Zauberer den Kindern, wie man glücklich wird. Seine unfreiwillige Besucherin hat ganz andere Ansichten zum Thema Glück. Irmine Esterman