Sa Rang Bang: Über 30 Jahre

| Foto: Gobo

Italiener, Griechen, Türken – man denkt an viele Nationalitäten, wenn es um sog. Gastarbeiter in den 50er- bis 70er-Jahren geht. An Koreaner denkt man selten, wir tun es: Anfang der 70er kam das Ehepaar Kim aus Korea ins Ruhrgebiet, sie Krankenschwester, er Bergmann. Nach ein paar Jahren in diesen Jobs eröffneten die beiden 1981 in Steele das erste koreanische Restaurant im Ruhrgebiet: Sa Rang Bang. Schnell konnten die Kims ihre deutschen Gäste von der Qualität der koreanischen Küche überzeugen. 1991 zog das Lokal in die Rüttenscheider Hedwigstraße und wurde von den Kim-Söhnen weitergeführt; 2006 zog man ins Messeviertel.

Seitdem gab es Verschönerungen und Renovierungen sowie im November 2011 eine Feier zum 30-jährigen Bestehen. Was blieb und bleiben wird, das ist die hervorragende Küche, oft scharf, aber auf Wunsch auch mild. Wer ganz in Ruhe essen möchte und mindestens zu zweit ist, sollte sich für Menü (ab 19,90) oder Reistafel (18,90) entscheiden – bis zu sechs abwechslungsreiche Gänge inkl. Geschmacksfeuerwerk. Wer sich auf einen Gang beschränkt, dem seien die nahrhaften Nudelsuppen (Udon) empfohlen (ab 8,50) oder die „Spezialitäten à la Sa Rang Bang“. Oft taucht hier das Kürzel „T. Z.“ auf. Dann wird ein Gericht gekonnt und mit großer Fingerfertigkeit am Tisch zubereitet, z. B. Bulgogie, hauchdünnes mariniertes Rindfleisch (14,50).

Arne Dessaul

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