Papa Yong: Zukunftsperspektive

| Foto: Christof Wolff

Sollten die internationalen Food-Auguren Recht behalten, wird die koreanische Küche in 2012 ein ganz großes Thema sein, nicht nur in Amerika. Und siehe da, was eröffnete Ende letzten Jahres im Schatten der Bilker Kirche in Düsseldorf? Papa Yong, Korean Soul Food. Das Ladenlokal, früher eine Pizzeria, wurde gründlich umgekrempelt und sehr stylisch aufs Wesentliche reduziert.

Das gefällt, jungen Leuten ebenso wie älteren Herrschaften, die den Umgang mit den Metallstäbchen perfekt beherrschen. Stäbchen sind freilich nicht die einzige Stolperfalle beim Verzehr koreanischer Mahlzeiten; in Wort und Bild illustriert eine Kreidezeichnung, wie man das Nationalgericht Bulgogi isst, und zum Bibimbab, auch eine traditionsreiche Speise, liefert das nette Personal erklärende Worte. In einer heißen Steinschüssel serviert es Reis mit Spinat, Möhren, Sprossen und Rindfleisch, gekrönt von einem Spiegelei, dazu ein Schälchen Chilisauce. „Die rührt man unter und isst dann mit dem Löffel.“ Aha, danke, schmeckt hervorragend, die Sauce gibt dem Ganzen den letzten Schliff. Schön würzig ist auch Palbochae, kurz gegarte Rind- und Hühnchenstreifen, Tintenfisch und Garnelen mit Gemüse und Reis.

Das eigentlich Interessante sind aber die separat dazu gereichten Kleinigkeiten, Kimchi (natürlich), gebratene Tofuwürfel, marinierter Weißkohl und eingelegter, süßlich schmeckender Rettich – ein kleiner Vorgeschmack auf die abwechslungsreiche Trendküche des Jahres. Als weiterer heißer Kandidat gilt übrigens peruanisches Food.

Berit Kriegs

Kommentar hinzufügen

* Pflichtfeld