NeuLand: Bistro, Bar und Stadtzimmer im ehemaligen R15

Kulturelles Stadt-Bistro mit Wohnzimmer-Charakter

Neuanfang für das Haus an der Bochumer Rottstraße 15. Mit ausgewählten Speisen und Getränken, immer auch in veganer Variante, eröffnet dort am 25. Februar das „Neuland“. Frische Farbe für die Wände und einige letzte planerische und bürokratische Kraftakte bleiben bis dahin für den neuen Geschäftsführer Andreas Browa noch zu tun.

Knapp drei Jahre existierte die Kneipe an der Rottstraße 15 unter dem abgekürzten Namen „R15“. In erster Linie als gastronomischer Betrieb angedacht, bot die Lokalität in der Vergangenheit ihre Räumlichkeiten häufig auch als eine offene Plattform für einiges an Kunst- und Kulturgeschehen an. Mit mehreren Betreiberwechseln und häufig unregelmäßigen Öffnungszeiten mangelte es dem Bistro und Barbetrieb, neben dem prinzipiell sympathischen Kulturgedanken, bisher an Einheitlichkeit und Konsequenz. Diese Gründe erkannte auch Andreas Browa, der sich jetzt entschied die geschäftliche Leitung des Hauses zu übernehmen. Mit einigen Überarbeitungen des Konzepts will er der Kneipe neues Leben einhauchen. „Neuland“ wird das ehemalige R15 ab dem 25. Februar heißen und soll künftig mit einem kontinuierlichen Essens-Angebot eine zusätzliche Alternative zur standardisierten Gastronomie des Bermuda-Dreiecks bieten.

Das Neue kommt in dreierlei Gestalt

„Neuland“ ist in mehrerer Hinsicht ein passender Name für das „Stadtzimmer“, wie Browa es auch gerne nennt. Zum einen begründen die Innovationen am Konzept diese Namensgebung. Andererseits ist auch die erneute Selbstständigkeit für Browa ein persönlicher Anlass gewesen, diesen Namen zu wählen – auch wenn er in 17 Jahren Gastronomie-Erfahrung bereits früher selbstständig war. „Zusätzlich kann man den Namen Neuland in einem noch größeren Rahmen erklären“, so Browa.

„Immerhin sind wir mit der Location hier an der Rottsraße teil eines sozialen und kreativen Gefüges, das sich immer noch im Aufbau befindet. Unmittelbar in der Nähe befinden sich das Rottstr5-Theater, die Kunsthallen an der Nummer 5 und eine Malschule. Außerdem ist auch der Springerplatz nicht weit, der ja auch als Ausbauprojekt in der kulturellen Stadtplanung verankert ist.“ Tatsächlich habe auch die Stadt Bochum Interesse signalisiert, dass es mit der Kneipe an der Rottsraße 15 weitergeht. So habe das Kulturdezernat selbst ein Stück weit geholfen, dass der Laden mit einem überarbeiteten Konzept weitergehen kann.

Nicht zuletzt will Browa auch einen Teil der Kneipe neu designen. Ich denke nach den drei Jahren war sowieso ein neuer Anstrich fällig. Außerdem möchte ich, dass sich der Gast hier wohl fühlt und gerne zum Essen kommt, in einer frischen Atmosphäre und gleichzeitig in ein besonderes Zeitgefühl."

Das Schöne bleibt ...

Und dennoch - nicht alles verändert sich. Bleiben soll vom ursprünglichen Konzept des „R15s“ der Grundgedanke des „offenen Aktionsraums“. Dazu gehören vor allem die Kooperationen mit externen Kunst- und Kulturschaffenden, wie dem „freien Forum Weitmar“ (beispielsweise das FIDENA-Theater), dem Ruhrgebiets-Filmfestival „Blicke“ oder dem freien Kunstterritorium. Beibehalten werden auch die kulturellen Veranstaltungen wie der Konsolenabend am Montag oder der dienstägliche Kulturabend mit Filmscreenings oder Acoustic-Live-Sessions. „Darüber hinaus sind für die Zukunft auch sehr viele andere Dinge denkbar, das Potential ist da und der Aktionsraum bleibt nach wie vor offen.“

Der Schwerpunkt soll in Zukunft allerdings auf dem Bistro- und Barangebot liegen. Dabei ist Andreas Browa vor allem die Kontinuität in der Struktur und die hochwertige Qualität des Angebots wichtig. Explizit frische, saisonale und regionale Küche, soll es geben, in kleiner aber feiner Auswahl und in regelmäßigem Wechsel. „Es geht mir darum, die Zutaten sorgfältig auszuwählen und die Getränke angemessen auf das Bistro-Angebot abzustimmen. An den Kulturtagen Montags und Dienstags bieten wir kalte Gerichte an, warme Speisen werden Mittwochs bis Samstags gereicht.“

Der reguäre Betrieb wird zunächst am 25. aufgenommen, wobei zwei größere Veranstaltungen für das Eröffnungswochenende (am 28.2. und 1.3.) geplant sind. In Überlegung sind dafür bereits kleinere DJ-Acts mit Loungemusik von den Plattentellern und einige Überraschungs-Specials. Bis auf weiteres bleiben die Öffnungszeiten danach regelmäßig bei Montags bis Samstags zwischen 17.30 und 23.00 Uhr, wobei – je nach Veranstaltung und Wochentag – auch der Zusatz „bis Ende offen“ gelten kann.

Mehr Infos

Mehr Infos auf neulandbochum.de oder über die Facebook-Seite des „R15s“.

Anfragen und Kontakt zu Andreas Browa ist per Mail möglich (ab.neuland@gmx.de).

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