Alternative Kneipentour durch Essen

| Bild: lv

Ersti-Kneipentour, Fachschaftskneipentour, WG-Kneipentour, Zweiti-Kneipentour… während der Studienzeit wird man quasi von einer alkoholträchtigen Räumlichkeit in die nächste geschoben. Und sieht dabei oft doch nur die gleichen Tapeten. Wir zeigen alternative Kneipentouren durch die großen Studi-Städte im Pott und in welchen Clubs sie enden können. Viel Spaß in: Essen.

Für viele ist es eine Glaubensfrage: Zum bewegten Bierchen zischen in die Innenstadt oder ins Südviertel? Dabei kann man ganz stressfrei auch beides haben. An den Start geht ihr dazu optimalerweise im Süden, an der Ecke Rüttenscheider Straße/Kahrstraße. Entweder in der Banditenbar (1), dem größten Hipsterlokal der Stadt, wo ihr schnellstens zuseht, dass ihr ein grundsolides Stern Pils in die Finger bekommt. Oder, wenn ihr’s lieber traditionell-kultig mögt, beginnt den Abend nebenan in der alteingesessenen Ampütte (2). Hier gibt’s Hausmannskost als Grundlage, Stauder und Borbecker Salonbier vom Fass. Ein Schlenker auf dem Weg Richtung Isenbergplatz – das Herz des Südkiezes – lohnt sich zum Soul Hell Café (3) an der Friederikenstraße. Diese coole Kneipe ist nicht nur der Treffpunkt der Rockabilly-Szene, sondern auch für Rock- und Punk-Mukke zu haben. Dazu Fassbier und ‘nen Whiskey Sour – läuft!

Wenn ihr jetzt schon etwas nebelig im Kopf seid, folgt einfach den Straßenbahnschienen in Richtung Hauptbahnhof bis zur nächsten Haltestelle (Moltkestraße). Kurz vorher biegt ihr links ein und erreicht bald den Isenbergplatz, wo ihr euch zwischen der Goldbar (4) mit ihrem Wohnzimmer-Charme und vielen verschiedenen Flaschenbieren und De Prins (5) entscheidet, der ganz auf holländisch macht und zum Grolsch-Bier gerne auch Vla mit Hagelslag serviert. Dann folgt ihr der Rellinghauser Straße in Richtung City. Wer stark genug ist, biegt kurz links in die Juliusstraße ein, wo gleich drei Cocktailbars warten – die einzig richtige ist allerdings die Daktari Bar (6), die auf eimergroße Drinks und Südafrika-Style setzt. Wer sich das lieber spart (am Wochenende ist hier eh kaum ein Platz zu kriegen), zieht gleich durch bis in die Innenstadt, lässt den Kennedyplatz mit seinen langweiligen Kettenkneipen rechts liegen und sich stattdessen am Salzmarkt nieder, wo die Temple Bar (7) mit Guinness und Sofaecke einen warmen Empfang bereitet. Noch ein Stück weiter nördlich, unweit der Uni, wartet der Viehofer Platz mit der rockigen Dreifaltigkeit aus Café Nord (8), Panic Room (9) und Turock (10) auf euch. Jetzt ist es schon fast Zeit zum Versacken. Aber ihr rafft euch noch mal auf und seht zu, dass ihr’s ins Felis (11) an der Mechtildisstraße schafft. Bis dahin sind es nur ein paar Meter und hier wird erst zugemacht, wenn der Letzte gegangen ist. Chefin Feli ist noch keine 30, serviert Gezapftes, Craft Beer und Wein und zieht in den frühen Morgenstunden gerne mit euch in irgendeinen Club weiter – oder erklärt euch den Weg dorthin.

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