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Charmant und elegant wird der Kinozuschauer hier zurück in die Zeit der „Roaring Twenties“ entführt – als Männer noch Frack und Frauen freche Kurzhaarfrisuren trugen. In Zeiten bombastischer 3D-Effekte wagt Regisseur Michel Hazanavicius nun also einen in schwarzweiß gedrehten Stummfilm zu präsentieren, der (fast) ohne gesprochene Dialoge auskommt. Der schnieke Streifen ist eine liebevolle Hommage an die Stummfilmära, bedient sich offen legendärer Vorbilder wie Fritz Lang und Charlie Chaplin und wird als heißer Oscarkandidat gehandelt.
Dabei erzählt der Film eine fast hemmungslos naive „A Star is Born“-Story, die sich selbst freilich ironisch kommentiert. George Valentin, seines Zeichens Stummfilm-Star, lernt auf einer Premierenparty die Tänzerin Peppy Miller kennen. Sie wirft sich mit Colgate-Lächeln hinreißend in neckische Posen, was ihr plötzlich alle Türen zur Glitzerwelt öffnet. Doch während mit dem Wendepunkt vom Stumm- zum Tonfilm Valentins Karriere den Bach runtergeht, steigt Peppys Stern am Hollywood-Himmel immer weiter auf: Sie hat sich für den Tonfilm entschieden, und die neue Technik beschert ihr nun den großen Durchbruch.
EMB
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