Safe House: Vertrauen ist besser

Gar keine Frage: Für die CIA zu arbeiten, muss schon verdammt cool sein. Die modernsten Waffen, die schnellsten Flitzer und die spannendsten Fälle. Ein Irrtum? Ganz sicher, wenn es nach Matt Weston (Ryan Reynolds), seines Zeichens fleischgewordener Bildschirmschoner, geh: Kaum will der aufstrebende Agent etwas Action in seinen Alltag bringen, wird er gleich nach Kapstadt ins „Safe House“ verfrachtet, wo er für keinen Geringeren als Tobin Frost (Denzel Washington) den Babysitter spielen darf. Gewiss kein Kinderspiel, denn jener Mann gehörte als CIA-Agent einst zu den Besten seines Fachs, bevor die dunkle Seite der Macht sich seiner annahm. Zudem stellt sich raus, dass besagtes House offenbar gar nicht so safe ist: Rebellen, die alles und jeden niedermetzeln, stürmen das Gebäude, um das alte Schlitzohr Frost zu erledigen, haben die Rechnung allerdings ohne seinen hochmotivierten Aufpasser gemacht: Schießwütige Bösewichte, enormer Zeitdruck und ein raffinierter Gefangener, der einem das Hirn wegmanipuliert – alles ist besser als Langeweile!

Dass der gute Washington den abgebrühten Bösewicht drauf hat, weiß man schon seit „Training Day“. Auch hier macht es zwar Spaß, dem Superstar bei seinem Spiel mit der sensiblen Psyche eines unerfahrenen Beamten zuzusehen, der Film jedoch überzeugt höchstens durch die netten Bilder Südafrikas.

AM

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