Von geplatzten Träumen: Film Spielmacher spielt im Ruhrgebiet

Matteo Wansing Lorrio (r.) und Frederick Lau sind in den Hauptrollen zu sehen. | Foto: Mara Hess

Das Ruhrgebiet und der Fußball scheinen untrennbar miteinander verbunden. Den Gedanken hatte auch die Crew des neuen Spielfilms Spielmacher. Für ihr Drama über die Träume junger Fußballprofis drehte sie 19 Tage lang an verschiedenen Orten rund an der Ruhr. In den Hauptrollen sind Frederick Lau, Oliver Masucci und Antje Traue sowie die neue Schauspielentdeckung Mateo Wansing Lorrio zu sehen.

Frederick Lau und Mateo Wansing Lorrio stehen vor dem deutschen Fußballmuseum in Dortmund. In ein paar Minuten werden sie hier eine weitere Szene für den neuen Spielfilm Spielmacher drehen. Neben ihnen stehen Timon Modersohn, der mit dem Film sein Regiedebüt feiert, Manuel Bickenbach, Produzent des Films, und Tanja Güß von der Film- und Medienstiftung NRW.

Der größte Spieler

Im Fußallmuseum werden sich die zwei Charaktere des Films Ivo (Frederick Lau) und Lukas (Mateo Wansing Lorrio) gleich um die heiße Diskussionsfrage streiten, wer der größte Spieler ist. Messi oder Ronaldo oder doch eher Zidane? Wer den Dortmund-Fan Frederick Lau persönlich fragt, bekommt eine ganz andere Antwort: „Für mich ist es Heiko Ehrlich.“ Eine eindeutige Antwort auf diese Frage gibt es wohl nicht. Fest steht aber, sie alle haben sich ihren großen Traum der Profikarriere erfüllt. Selbstverständlich ist das nicht. „Diesen großen Traum schaffen ja wirklich nur die wenigsten“, gibt Manuel Bickenbach zu bedenken. Mit all den enttäuschten Seelen, die es letztendlich nicht geschafft haben beschäftige sich kaum einer. Der Film Spielmacher macht das nun auf großer Leinwand.

Filmcrew und Unterstützer | Foto: Mara Hess

Die Geschichte handelt von Lukas, der vor seinem großen Sprung in die Karriere als Profifußballer steht. „Er ist der Spielmacher des Teams, das herausstehende Fußballtalent“, erklärt Mateo seine Rolle. Lukas engste Bezugsperson ist Ivo, dessen eigner Traum der Profikarriere platzte, als er auf die schiefe Bahn geriet. Stattdessen versucht er nun Lukas zu unterstützen und vor den gleichen Fehlern zu bewahren, die er selbst begangen hat. Als Ivo sich in Lukas´ Mutter Vera (Antje Traue) verliebt, bahnt sich sogar eine kleine Liebesgeschichte an.

„Es wird auch düster, es ist eben nicht alles gut im Fußballmilieu“, verrät Frederick Lau. Das werde auf spannende Weise mit Oliver Masucci als Bösewicht dargestellt. „Es ist eine ernsthafte Geschichte“, betont Manuel Bickenbach. Der Film sei kein klassischer Fußballfilm, es gehe vielmehr um den Kosmos der Vereine und die Träume in der Fußballwelt.

Hier schlägt das Fußballherz

Diese Fußballwelt, sei besonders im Ruhrgebiet präsent. „Das Herz des Fußballs in Deutschland schlägt hier“, stellt Timon Modersohn fest. Deswegen wurde das Ruhrgebiet als Drehort gewählt. Abgesehen davon ist Modersohn persönlich ein großer Fan des Ruhrgebiets. Die Film- und Medienstiftung NRW unterstütze die Produktion des Films mit 400.000 Euro, berichtet Tanja Güß.

Auf eine Stadt als Handlungsort wollte sich das Team im Film nicht begrenzen, sodass an vielen verschieden Orten im Ruhrgebiet gedreht wurde. Unter anderem im Wuppertaler Steinbruch, im Gasometer in Duisburg, in der Zeche Zollverein in Essen und im Signal Iduna Park in Dortmund. Wer sich aber in der Umgebung gut auskennt, wird vermutlich Essen als Base der Crew erkennen.

Der Kinostart ist für 2018 geplant. Bis dahin liegt noch viel Arbeit vor Cast und Crew. Für Mateo und Frederick alias Lukas und Ivo heißt es erstmal zu klären, wer denn der größte Fußballer ist. Mara Hess