Hell or High Water: Wer ist wild im Westen?

| Foto: Lorey Sebastian, Paramount Pictures

Die Brüder Tanner und Toby leben in einem Land und in einer Zeit, in der ihre Zukunft so perspektiven- und aussichtsreich ist wie die endlosen, platten, dörren Ebenen von Texas selbst. Sie sind murmelnde, vor sich hin brütende und dann und wann über die Stränge schlagende Cowboys, die in einem Westen leben, der lange schon nicht mehr wild ist. Bankräuber werden sie, um die Familienranch vor der Zwangsversteigerung zu retten und den Nachkommen die Chance zu schenken, die sie nie hatten. „Hell or High Water“ ist ein spannungsvoller, emotionaler, brillant gespielter und verdammt gut geschriebener Neo-Western, dessen Plot, Charaktere und Stimmung genauso tiefenamerikanisch sind, wie sie desillusioniert vom großen Traum des Westens sind. Regisseur David Mackenzie inszeniert rund um simplen Plot und starke Protagonisten einen Film, der einem den Staub der Südstaaten auf die Zunge weht. Große Kunst!

Start: 12.1.
USA 2016
R: David Mackenzie
D: Chris Pine, Ben Foster, Jeff Bridges, Gil Birmingham