Die vierte Macht: Politik & Presse

Was für eine Macht die Medien besitzen, zeigten erst letztes Jahr die Aufstände in Tunesien, Ägypten und Libyen. Diese „vierte Macht“ und ihre Auswirkungen werden nun auch im deutschen Kino thematisiert.

Moritz Bleibtreu spielt Paul Jensen, Klatschblatt-Journalist. Von Berlin verschlägt es ihn nach Moskau, zu einem Freund seines Vaters. Alexej Onjegin bietet ihm eine Stelle bei seinem Boulevard-Magazin, das Paul auffrischen soll. Eines Tages erlebt Paul mit, wie auf offener Straße ein Journalist erschossen wird, der auch für Onjegin gearbeitet hat. Paul verfasst auf die Bitte seiner Kollegin Katja hin einen Nachruf im Magazin, der schwerwiegende Folgen hat. Denn kurz danach kommt Katja vor Pauls Augen bei einem Bombenanschlag ums Leben. Der Berliner wird daraufhin der Beihilfe am Terrorismus bezichtigt und festgenommen. Während Paul versucht freizukommen, stößt er auf eine mehr als unangenehme Wahrheit…

„Die vierte Macht“ fängt spannend an. Doch der Film verliert stark an Glaubwürdigkeit. Regisseur Dennis Gansel versucht durchweg die fiktive Handlung mit realen Begebenheiten zu verknüpfen. Dabei schreckt er vor Übertreibungen nicht zurück, und spätestens bei der gefühlten hundertsten Wendung und dem abermaligen Entkommen von Bleibtreu aus den Klauen der Russen wirkt die Story sehr zusammengebastelt und öde.

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