Skyfall: Bondfieber

Da konnte ja eigentlich nix schief gehen! Ein mehrfach preisgekrönter Regisseur: Sam Mendes („American Beauty“). Ein extrem charismatischer Bösewicht: Javier Bardem („No Country For Old Men“). Ein kongenial klassischer Titelsong von Adele. Und eine mitreißende Story, die sich vor allem um das komplizierte Verhältnis von Chefin „M“ (zum höchstwahrscheinlich letzten mal dabei: Judi Dench) zu ihrem einstigen Schützling James Bond (Daniel Craig) dreht, und den Zuschauer dabei sowohl gewohnt actionreich unterhält als auch ungewohnt emotional am Kragen packt. Und ohne allzu viel verraten zu wollen: Es ging tatsächlich nichts schief!

Daniel Craigs dritte Mission als Super-Spion ist für die unkaputtbare James-Bond-Reihe vier Jahre nach dem doch sehr ernüchternden „Quantum Trost“ nicht nur dank der Rückkehr von „Q“ (Ben Whishaw aus „Das Parfum“) auch eine Rückkehr zu alter Höchstform und weckt Erinnerungen an die legendären Connery-Thriller wie „Goldfinger“ und „Feuerball“.

Mit seiner smarten Story um den von den Toten wiederauferstandenen Top-Agenten und eine geheime Liste von zum Abschuss freigegebener MI6-Agenten muss sich die in die Jahre gekommene Serie nicht hinter modernen Konkurrenten wie Jason Bourne verstecken: „Skyfall“ macht Lust auf mehr!

GB/USA 2012. R: Sam Mendes. D: Daniel Craig, Judi Dench, Javier Bardem, Ben Whishaw, Albert Finney