Cloud Atlas: Zeitreisen

Eines der sagenumwabertsten und heißerwartetsten Filmprojekte der letzten Jahre wird nun endlich mit enormer epischer Wucht in die Kinos gehievt. Im kuriosen Kreativteam mit den ehemaligen Wachowski-Brüdern (von denen ja nun einer eine -Schwester geworden ist), entwirft Deutschlands Vorzeigeregisseur Tom Tykwer („Lola rennt“) das komplexe Bild eines quer durch die Menschheitsgeschichte schicksalhaft verknüpften Figurenpersonals, liefert, verziert mit jeder Menge geballter Starpower rund um Tom Hanks, eine fulminante Tour de Force durch die Jahrhunderte und schlägt eine gewaltige Brücke zwischen den Zeiten – wobei die visuell beeindruckenden Zukunftssequenzen wohl vor allem dem Einfluss der beiden Wachowskis („Matrix“) zu verdanken sind.

Basierend auf dem Buch von David Mitchell wandert und mäandert das kostpielige Kino-Event auf den Spuren ebenso ehrzeiziger Projekte wie „The Fountain“ und „Tree of Life“ und droht sich vor lauter Ambition und Anspruch immer wieder im Dickicht von pompösem Gedöns und philosophischem Tiefgang heillos zu verheddern und zwischen Erleuchtung und Erlösung in bedeutungsgeschwängerte Einzel-Episoden zu zerfallen.

D/USA/HK/SING 2012. R: Andy & Lana Wachowski & Tom Tykwer. D: Tom Hanks, Halle Berry, Ben Whishaw, Jim Broadbent, Susan Sarandon, Hugh Grant