blicke – Filmfestival des Ruhrgebiets

Einen Blick riskieren | Jens Christiansen

Wenn Herr Alptraum träumt

Seinen 20. Geburtstag feiert dieses Jahr das blicke – Filmfestival des Ruhrgebiets. Die drei Tage dauernde Veranstaltung hat mit 33 Filmen und zwei Partys einen ziemlich vollen Terminplan. Am Eröffnungsabend wird „Krokodile ohne Sattel“ von Britta Wandaogo gezeigt. Ein dokumentarischer Roadmovie führt den Zuschauer in den Gedankenkosmos der Protagonistin, in dem es keine Erklärungen gibt für das Warum, Wieso, Weshalb.

Wer Köln kennen lernen will, sollte sich „The underground connection“ von Kerstin Gramberg ansehen. Die U-Bahn ist der Schauplatz des Geschehens, und so wirft der Film einen Blick auf den Alltag in der größten Stadt NRWs, auf Gestresstheit, Getümmel und Getöse. Eine Liebesgeschichte ist der animierte „Herr Alptraum und die Segnung des Fortschritts“. Der Inhalt: Herr Alptraum besitzt eine morbide Zuverlässigkeit: Wie ein Schweizer Uhrwerk liefert er jede Nacht seine Albträume in die Träume der Schlafenden. Und träumt selbst von Insomnia, der „süßen Schlaflosigkeit“. Dann entdeckt er den Film und lässt fortan „die Seele baumeln“. Heiß her sollte es während des gesamten Festivals einmal mehr bei den Diskussionen rund um die bewegten Bildchen gehen.

blicke.org