homochrom: Stars, Transen, Drama & Trash für alle

First Period: 80er-Highschool-Trash mit Transen

Zum dritten Mal findet das Filmfest homochrom an Rhein und Ruhr statt. An vier Tagen laufen vom 24.27.10. in der Dortmunder Schauburg über 15 Filme, die schwule, lesbische und Transgender-Themen aufgreifen – darunter etliche internationale, Europa- und Deutschlandpremieren. Eine Woche zuvor ist das Programm bereits in Köln zu sehen: das einzige Festival seiner Art in der gesamten Region.

Neben einem Dokumentarfilm über Divine – die Lieblingstranse des Trash-Regisseurs John Waters – und der internationalen Premiere der grellen Highschool-Komödie „First Period“ findet sich mit „Kill Your Darlings“ mit Harry-Potter-Darsteller Daniel Radcliffe auch ein Film im Festival, der ab November in den großen Kinos zu sehen sein wird.

„Bei der Programmauswahl, sowohl im Festival wie in der gleichnamigen monatlichen Filmreihe, geht es mir zu aller erst um die Qualität der Filme“, erzählt Festival-Leiter Martin Wolkner. Kein Film schaffe es in seine Programme, nur weil es um Schwule oder Lesben geht. Wenn aber die Qualität der Filme stimmt, stellt sich die Frage, warum es eines so thematisch orientierten Festivals überhaupt bedarf. „Sowohl die Verleihe als auch Kinos haben immer noch Bedenken, schwule und lesbische Filme aufzunehmen und zu zeigen“, stellt Wolkner fest. Und das obwohl, wie er hinzu fügt, der Trend im schwul-lesbischen Kino deutlich weggehe von spezifischen Problemstellungen wie Coming-Out oder HIV hin zu allgemeingültigen Geschichten, die sich genauso auch unter Heterosexuellen ereignen könnten.

Ein Beispiel dafür im aktuellen Programm ist eben „Kill Your Darlings“ über die Anfangszeit der Beat-Generation-Autoren, in dem neben Daniel Radcliffe in der Rolle von Allan Ginsberg auch Jennifer Jason Leigh, Elizabeth Olsen und Michael C. Hall mitspielen. Genauso zeigt sich die wachsende Akzeptanz des schwullesbischen Kino an „Soongava – Dance Of The Orchids“, der von Nepal als Beitrag zu den Auslandsoscars eingereicht wurde und ebenfalls dieses Jahr beim Filmfest homochrom zu sehen sein wird. Übrigens laufen alle Filme mindestens mit deutschen Untertiteln, wenn keine Synchronisation verfügbar ist.

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