Dokumentation: Blut muss fließen

Kuban undercover | Foto: FilmFaktum

Jahrelang recherchierte Thomas Kuban mit versteckter Kamera in der rechtsextremen Musikszene. Sein gesammeltes Material verarbeitete der Journalist anschließend als Buch und im Film mit dem Titel „Blut muss fließen“. „Man erlebt auf einmal, wie Hunderte den Hitlergruß zeigen, ,Sieg Heil' schreien – man hält das nicht für möglich, wenn man sich im Alltag hier in Deutschland bewegt. Und dann hat man plötzlich auf einem Konzert 1 000 Leute, die offen Straftaten begehen – und keiner greift ein“, schildert Kuban seine Erfahrungen im Interview mit dem Musikmagazin Getaddicted. Stets begleitete ihn bei seiner Arbeit die Angst vor einer Enttarnung. „Das Problem ist ja, wenn man bei so einem Konzert auffliegen würde, weil die Security einen abtastet und die Kamera findet, dann müsste man damit rechnen, dass die einen mindestens krankenhausreif prügeln, wenn sie einen nicht gar totschlagen.“

Das Bündnis gegen Rassismus „Essen stellt sich quer“ hat jetzt für den 16.+17. Oktober vier Vorführungen der Dokumentation organisiert. Zu sehen ist „Blut muss fließen“ an der Uni, beim AWO-Fanprojekt von Rot-Weiss Essen und im Astra-Kino.

Vorführung am 22.11. in Essen:

  • 18:00 Uhr im Stadion Essen (Assindia-Bereich). Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an die Filmvorführung wird es eine Podiumsdiskussion mit Regisseur Peter Ohlendorf, Fanforscher Gerd Dembowski und Michael Welling von Rot-Weiss Essen geben. Bei dem Termin handelt es sich um den Nachholtermin für die zuvor von Rechten verhinderte Vorführung am 16.10. beim AWO-Fanprojekt.
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