Da geht noch was!: Treffen der Generationen

Ja, es gibt sie noch, die gute deutsche Komödie. Was meist nicht zuletzt an einer bestens aufgelegten und sympathischen Darstellerriege liegt. Daher war „Männerherzen“ ja trotz Til Schweiger großartig. Eben wegen der anderen tollen Schauspieler, allen voran Florian David Fitz. Der hat („Vincent will mehr“, „Jesus liebt mich“) eh ein ausgesprochen glückliches Händchen bei seiner Rollenauswahl. Fitz neuester Streifen heißt „Da geht noch was!“ und ist, wie zu erwarten war, rundum gelungen und herrlich unterhaltsam!

Es geht um zwei Themen: „Einmal, was passiert, wenn wir uns um unsere Eltern kümmern müssen und mit der Situation konfrontiert werden, dass unsere Eltern bedürftig sind. Und es geht auch darum, wie viel Zeit wir noch miteinander haben. Denn irgendwann ist das Leben vorbei“, so Produzentin Viola Jäger über das Projekt, in dem Conrad (Fitz) von Mutter Helene mit der Neuigkeit überrascht wird, dass sie Papa Carl nach vierzig Jahren Ehe verlassen hat. Carl (Henry Hübchen) ist ein mürrischer alter Knochen und versinkt derweil nicht nur in leeren Bierdosen, sondern auch in jeder Menge Selbstmitleid. Als er auch noch in den leeren Pool stürzt und sich verletzt, müssen Conrad (nebst Sohnemann Jonas) notgedrungen in Conrads altem Kinderzimmer campieren. Drei Generationen unter einem Dach: Vielleicht entwickelt sich dieser Alptraum ja zur Chance für einen Neuanfang …

„Weihnachten 2009 war das erste Weihnachten, an dem meine Eltern nicht mehr unter einem Dach lebten. Ein Jahr zuvor hatten sie sich nach über dreißig Ehejahren getrennt und meine Mutter war ausgezogen. Und so wie ich nach jeder Trennung gelitten hatte oder erleichtert war und dann eine neue Liebe suchte oder mir Abstinenz von der Frauenwelt verordnete, taten sie es auch. Nur teilten sie diese Gefühle nicht mehr miteinander, sie teilten sie von nun an mit mir, und nicht selten kam es mir vor, als hätten wir unsere Rollen getauscht und als sollte ich ihnen nun die Welt erklären“, beschreibt Regisseur Holger Haase die Idee zum Film.

Doch weil es selbst bei einer Trennung viel zu lachen gibt, ist hier ein tragikomisches Kleinod entstanden, ein liebevolles Plädoyer für mehr Verständnis an alle, die mitunter daran verzweifeln, dass man sich seine Familie nicht aussuchen kann, und sich insgeheim wünschen, die werte Verwandtschaft manchmal auf den Mond zu schießen.

 

Start: 12.9.

D 2013. R: Holger Haase

D: Florian David Fitz, Holger Hübchen, Leslie Malton

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