Drachenzähmen leicht gemacht 2: Game of Dragons

Ich wollte doch Spaß im Kino und keinen Problemfilm“ war einst eine der Reaktionen, die man als Zuschauer nach dem Besuch von „Toy Story 3“ zu hören bekam. Ähnlich erging es manchen Teilen des Publikums auch mit „Drachenzähmen leicht gemacht“: Unerwartet ernst und außergewöhnlich aufregend flatterte das tapfere Trickspektakel über die Leinwand, und was den einen vielleicht nicht lustig genug, war für die anderen genau das Richtige!

Klar, der kleine Drache Ohnezahn ist zweifelsohne sehr niedlich, doch mit einem Ende, bei dem der menschlichen Hauptfigur Hicks am Ende ein Bein amputiert werden muss, hatte so eben nicht jeder gerechnet. Dabei haben doch grade die ganz großen Klassiker der Trickfilmgeschichte („Bambi“, „Dumbo“ …) schon vor etlichen Jahrzehnten bewiesen, dass man seinem kindlichen Publikum eben nicht nur kindischen Kram vorsetzen, sondern seine kleinen Zuschauer auch ernst nehmen darf.

Insofern geht die Fortsetzung nun noch einen Schritt weiter: „Niedlich“ ist hier nur noch wenig, der Protagonist ganz klar älter geworden – und der Film im Endeffekt genauso mutig wie sein nunmehr erwachsener Held: Technisch auf allerhöchstem Niveau segelnd und im Original mit den Star-Stimmen von Gerard Butler und Cate Blanchett bestückt, ist „How To Train Your Dragon 2“ ein mitunter martialisches Meisterstück von bisweilen irritierend intensiver Spannung.

Denn was am Anfang des Abenteuers noch mit einem spielerisch sportlichen Drachenritt-Wettrennen beginnt, das leicht an die Harry Potterschen Quidditch-Games gemahnt, mündet am Ende in einer dramatischen Düsternis, die auch jene Fantasy-Fans zufrieden stellen dürfte, die sonst nur „Game of Thrones“ glotzen.

USA 2014
R: Dean DeBlois

Start: 24.7.