Wir die Wand: Schwarz-Gelber Fokus

Filmszene aus "Wir die Wand"

Wenn sich selbst gestandene Fußballprofis in der Nacht vor Auswärtsspielen aus lauter Nervosität schlaflos im Bett winden, kann dies zwei Gründe haben. Entweder heißt der Gegner Bayern München oder FC Barcelona, oder die heimischen Fans flößen den Gästen auf dem Rasen einen heiden Respekt ein. In Dortmund sollen schon Kicker mit Köttel in der Buchs aufgelaufen sein, denn hier ist die größte Stehplatztribüne Europas beheimatet. Dokumentarfilmer Klaus Martens hat ein ganzes Spiel lang 16 Kameras auf die „gelbe Wand“ der Südtribüne gerichtet. Der daraus entstandener Film „Wir die Wand“ portraitiert aber nicht nur eine große Masse, sondern richtet seinen Fokus konkret auf einzelne der 25 000 Individuen. Da gibt es die Rentnerin, den Uni-Professor, den Ultra-Capo, das Mitglied im schwul-lesbischen Fanclub „Rainbow Borussen“ und es gibt die Prostituierte Anna Kathrin, die sich mit den Worten zitieren lässt: Bei Heimspielen ist bei uns ohnehin nichts los, weil die potentiellen Freier ja im Stadion sind.“

Bevor „Wir die Wand“ im Oktober im TV zu sehen sein wird, läuft er ab Anfang September in ausgewählten Kinos. Premiere ist am 2.9. im Dortmunder CineStar.

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