„Der große Gatsby“: Strippenzieher

Nachdem Baz Luhrmann („Moulin Rouge“) seinerzeit mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle dem ausgelutschten Shakespeare-Stoff „Romeo & Julia“ frischen Atem eingehaucht hat, nimmt sich der Regisseur nun eines anderen angestaubten Literaturklassikers an und flößt dem ollen „großen Gatsby“ neues Leben ein.

Man vergesse also einfach mal die stinklangweilige Verfilmung mit Robert Redford aus den Seventies und erlebe einen gänzlich glänzenden Trip in die Glitzerwelt der Roaring Twenties, wie man ihn sich fesselnder und faszinierender nicht wünschen kann. Luhrmann hievt den Roman von F. Scott Fitzgerald mit Wucht und Verve schick zurück in die Neuzeit.

Tobey Maguire kommt in den frühen Zwanziger Jahren aus dem Mittleren Westen der USA ins pulsierende New York und begegnet dort seinem neuen Nachbarn, dem geheimnisumwaberten Playboy und Partylöwen Jay Gatsby (mal wieder echt oscarverdächtig: Leonardo DiCaprio). Der charismatische Multimillionär zieht den jungen Schriftsteller in seinen Bann, doch hinter der funkelnden Fassade schillernder Oberflächlichkeiten verbergen sich Einsamkeit und dunkle Schatten der Vergangenheit. Und am Ende dieser nie enden wollenden und ach so schön scheinenden Freudenfeste warten Liebesleid und Tragik.

USA/Australien 2013. Start: 16.5. R: Baz Luhrmann. D: Leonardo DiCaprio, Carey Mulligan

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