Die fantastische Welt von Oz: Walking in a Magic Wonderland

Wer erinnert sich nicht an die legendäre Judy Garland, die 1939 mit Amphetaminen aufgeputscht als süße kleine Dorothy „Somewhere Over The Rainbow“ trällerte, bevor es sie aus dem schwarzweißen Kansas ins kunterbunte „zauberhafte Land“ verschlug! Doch wie und wann verschlug es eigentlich diesen berühmt-berüchtigen „Wizard of Oz“ in jene ferne fremde Märchenwelt?

Vor allem viele Amerikaner sind mit den Geschichten von und aus und um Oz herum aufgewachsen, die allesamt aus der Feder des US-Schriftstellers Lyman Frank Baum stammen. Doch was immer man auch gelesen, gehört oder gesehen hat: Ungefähr so, wie das Musical „Wicked“ die Vorgeschichte der bekannten Hexen erzählt, so widmet sich dieses Filmchen hier der Prä-Historie des ach so allmächtigen Zauberers von Oz … und dies visuell äußerst eindrucksvoll! Denn Disney trumpft mal wieder so richtig auf: Mit atemberaubenden 3D-Effekten und jeder Menge Liebe zum Detail zeigt der Großkonzern, wie man ein 200-Mio.-Dollar-Budget angemessen spektakulär und spannungsreich verpulvert.

Hauptfigur Oscar Diggs ist ein kleiner zwielichtiger Zirkusmagier mit zweifelhaften Moralvorstellungen. Als er sich nach einem schweren Wirbelsturm plötzlich im schillernden Land von Oz wiederfindet, kann er sein Glück kaum fassen, denn die Bewohner glauben, ausgerechnet er sei der große mächtige Zauberer, auf den alle warten. Ruhm und Reichtum scheinen greifbar nah, bis er den drei geheimnisvollen Hexen Theodora, Evanora und Glinda begegnet, die ihm seine Pseudo-Magie und Taschenspieler-Tricks nicht so recht abkaufen. Diggs gerät in eine schwierige Lage, denn dass er das Land vor einer bösen Hexe bewahren soll, ist vor allem dann nicht so leicht, wenn die Fronten zwischen Gut und Böse sich nicht eindeutig klären lassen. Mit Scharfsinn und magischem Know-How macht er sich dennoch gemeinsam mit einer Porzellan-Puppe und einem fliegenden Affen auf, das phantastische Reich vor den Mächten, die es bedrohen, zu beschützen.

Inszeniert wurde das fulminante Filmabenteuer von „Spider-Man“-Regisseur Sam Raimi. Und auch der illustre Eye-Candy-Cast kann sich sehen lassen: Für die drei Hexen holte Raimi Mila Kunis („Freunde mit gewissen Vorzügen“), Rachel Weisz („Die Mumie“) und Michelle Williams („Brokeback Mountain“) als apartes Damen-Dreigestirn ans Set.

USA 2013. R: Sam Raimi
D: James Franco, Mila Kunis, Rachel Weisz

Trailer

Oz im Kino