John Carter: Mars macht mobil!

Ein ebenso episches wie lang erwartetes Sci-Fi-Fantasy-Spektakulum aus dem Hause Disney rollt dieser Tage ebenso effekt- wie eindrucksvoll auf den überwältigten Zuschauer zu – natürlich zeitgemäß dreidimensional!

Auf der Suche nach geeigneten Storys für erfolgversprechende Zukunftsvisionen ging man in Hollywood diesmal nämlich ganze hundert Jahre zurück in die Vergangenheit – und entschied sich dazu, nun endlich die Geschichte „A Princess of Mars“ des US-Schriftstellers (und „Tarzan“-Erfinders) Edgar Rice Burroughs auf die Leinwand zu hieven. Die jahrzehntelang geplante und immer wieder verschobene Verfilmung seiner kultigen „Barsoom“-Romane, die zwischenzeitlich u. a. schon George Lucas bei seiner „Star Wars“-Saga und James Cameron bei seinem „Avatar“-Abenteuer inspirierten, kann nun also doch noch mit aller Macht die (digital modernisierten) Lichtspielhäuser erobern.

Der Bürgerkrieg ist grad zu Ende, als Ex-Offizier John Carter (Taylor Kitsch) beschließt, von nun an als Goldsucher sein Glück zu versuchen, eines Nachts jedoch in einer Höhle einschläft – und plötzlich auf einem vollkommen anderen Planeten erwacht: dem Mars! Exzentrische Geschöpfe und exotische Volksstämme liefern sich hier erbitterte Kämpfe um die Vorherrschaft auf dieser fremden roten Welt, die insgesamt freilich fies am Abgrund und kurz vorm Kollaps steht. Carter wird also von den Grünen Marsianern gefangen genommen, doch ihm gelingt die Flucht, und nachdem er die humanoide Prinzessin Dejah Torris (Lynn Collins), die den verfeindeten Roten Marsianern angehört, befreit hat, muss sich John als auserwählter Retter von „Barsoom“ (so der „einheimische“ Name des Mars) fortan erst recht allerhand unbekannter Gefahren stellen, um am glücklichen Ende hoffentlich die schöne Prinzessin für sich zu gewinnen.

Ex-Pixar-Regisseur Andrew Stanton („Findet Nemo“) liefert mit seinem ersten Realfilm ein äußerst kostspieliges und hochdramatisches 3D-Faszinosum mit bildgewaltiger Action und jeder Menge skurrilem Einfallsreichtum ab, das der nimmermüde Disneykonzern demnächst wie zuletzt seinen erfolgreichen „Fluch der Karibik“ hoffentlich in Serie gehen lassen wird.

EMB

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