Black Panther: Herrschaftsfragen

| Foto: Film Frame © Marvel Studios 2018

Mit Black Panther, den Marvel-Fans schon aus dem Blockbuster „Captain America: Civil War“ kennen, macht der erste schwarze Superheroe sein Titelheldendebüt. Ein Meilenstein, der nicht unterschätzt werden sollte.

Ausflug in die Welt der Comics: 1966 erschien auf den Seiten der 52ten Ausgabe der Fantastic Four mit Black Panther der erste Superheld mit schwarzer Hautfarbe. Fünf Jahre später zierte der Thronerbe aus dem fiktionalen afrikanischen Staat Wakanda den Titel seines ersten Soloabenteuers. Nun, Jahrzehnte später, ist endlich die Zeit für den jungen König mit Superkräften gekommen, um über die Kinoleinwände der Welt den Schritt in das popkulturelle Bewusstsein zu machen.

Foto: Film Frame © Marvel Studios 2018
Fotos: Matt Kennedy ©Marvel Studios 2018
Foto: Film Frame © Marvel Studios 2018

Im Film muss T’Challa alias Black Panther den Platz auf dem Thron seiner Heimat Wakanda behaupten, einem afrikanischen Staat, der sich als Dritte-Welt-Land ausgibt, obwohl er das versteckte Refugium einer technologisch hochentwickelten Nation ist, in der sich Fortschritt, Stammeskultur und Mythologie miteinander verstricken. So wird allein das Setting zum perfekten Spielplatz für visuelle wie narrative Experimente. Die will Regisseur Ryan Coogler umsetzen, der seit seinem Rocky-Nachfolger „Creed“ als Toptalent in Hollywood gehandelt wird. Dem Marvel-Standard von bombastischer Optik und aufregender Action wird der Filmemacher aus dem kalifornischen Oakland seine ganz eigene Note aufdrücken.

So wie „Wonder Woman“ letzten Sommer erstmals eine Identifikationsfigur für Frauen im populären Superheldengenre bot, wird auch „Black Panther“ ein wichtiger Film für die Repräsentation von Afroamerikanern im Blockbusterbusiness. Mit einem überwiegend schwarzen Cast, einem schwarzen Regisseur und einem von Kendrick Lamar kredenzten Soundtrack gibt „Black Panther“ einer marginalisierten Minderheit einen Platz in der medialen Kultur. Und all das passiert, passenderweise, mitten im Februar, der in Nordamerika als Black History Month zelebriert wird. Lukas Vering

Start: 15.2.
R: Ryan Coogler
D: Chadwick Boseman, Michael B. Jordan, Lupita Nyong‘o, Forest Whitaker, Angela Bassett, Danai Jekesai Gurira, Daniel Kaluuya
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