Amphibienschutz: Bochum sperrt Straßen für Kröten

Kleine Wanderer: Kröten überqueren gefährliche Straßen | Foto: Stadt Bochum

Der Frühling klopft an (wenn auch sehr zaghaft). Die steigenden Temperaturen erheitern auch die hiesige Tierwelt: Erdkröten, Grasfrösche, Molche und  Feuersalamander wandern voller Frühlingsgefühle zu ihren angestammten Laichgewässern – und müssen dafür die ein oder andere Straße überqueren. Das Umwelt- und Grünflächenamt der Stadt Bochum möchte den Amphibien die lebensgefährliche Wanderung mithilfe von Straßensperrzeiten, Amphibienschutzzäunen und Warnschildern erleichtern.

Die Hauptwanderaktivitäten der Amphibien in unserer Region haben kürzlich begonnen und dauern in etwa bis Mitte April an. Auf dem Weg zu ihren Laichgewässern kommen die Erdkröten, Grasfrösche, Molche und  Feuersalamander oftmals nicht daran vorbei, stark befahrene Straßen zu überqueren. Eine Gefahr, die leider vielen tierischen Wanderern das Leben kostet. Zur Überquerung einer Straße mit einer sieben Meter breiten Fahrbahn benötigt ein Erdkrötenpaar beispielsweise etwa 20 Minuten – kaum zu schaffen. Die Sicherung der Laichwanderwege ist daher eine wesentliche Aufgabe des Amphibienschutzes. Das Umwelt und Grünflächenamt der Stadt Bochum ruft alle Bürger dazu auf, in bestimmten Abschnitten langsam zu fahren. Die meisten Tiere verenden nämlich nicht, wie vielleicht vermutet, durch tatsächliches Überfahren: Vielmehr halten die kleinen Amphibien dem Strömungsdruck der über 30 Stundenkilometer fahrender Fahrzeuge nicht stand. Darüber hinaus erleichtert die Reduzierung der Geschwindigkeit die Arbeit der freiwilligen Helfer, die in diesen Straßenabschnitten Amphibien sammeln.

Abendliche und nächtliche Sperrzeiten gelten für folgende Straßen:
Am Wiesental im Wendehammer (Sperrzeit von 19.30 bis 6 Uhr in etwa sechs Nächten)
Blankensteiner Straße / Am Bliestollen (Sperrzeit von 19 bis 6 Uhr)
Rauendahlstraße (Sperrzeit von 19 bis 6 Uhr)
Stembergstraße (Sperrzeit von 19 bis 6 Uhr)
Weg am Kötterberg (Sperrzeit von 19 bis 6 Uhr in etwa zehn Nächten)
Stalleickenweg (Höhe S-Bahnstrecke, ganzjährig)

Amphibienschutzzäune stellt das Umwelt- und Grünflächenamt an diesen Straßen auf:
Am Bliestollen, Am Ruhrort, Am Vahrenholt, an der Brockhauser Straße, Gräfin-Imma-Straße, Günnigfelder Straße, Im Lottental, Im Mailand und an der Straße Zum Schultenhof

Auf die Wanderung der Amphibien weisen zudem Schilder an diesen Straßen:
Am Leithenhaus, Am Ruhrort, Am Wiesengrund, an der Bleckstraße, Centrumstraße, Dahlhauser Höhe, am Ernst-Erwin-Bußmann-Pfad, an der Zufahrt zum Kemnader Wehr südlich der Gibraltarstraße, an der Helfstraße, Im Mailand, Im Mühlenkamp, Krockhausstraße, Nevelstraße, Oberstraße, Ostfeldmark, an der Straße Siebenplaneten, Stalleickenweg und an der Unteren Heintzmannstraße / Höfestraße 

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