Neue Ausstellung im Bergbaumuseum: Blickpunkt Bergwerk

Aussagekräftige Portraits | Foto: Anna Kropp

2018 heißt es Schicht im Schacht. Zum Ende dieses Jahres wird die Förderung  von Steinkohle in den letzten noch aktiven deutschen Bergwerken eingestellt. Anlässlich dazu zeigt das Deutsche Bergbaumuseum in Bochum Fotografien von Michael Bader.

Michael Bader (l.) und Michael Farrenkopf (r.) | Foto: Anna Kropp

Michael Bader, eigentlich Werbe- und Porträtfotograf aus Leipzig, hat in Kooperation mit der RAG-Stiftung den Wendepunkt des deutschen Bergbaus fotografisch festgehalten. Im Rahmen des Projekts „Glückauf Zukunft!“ beschäftigte er sich intensiv mit verschiedenen Facetten des Steinkohle-Abbaus unter und über Tage. Doch ganz besonders der persönliche Kontakt zu den Arbeitern und ihren Geschichten hat ihn inspiriert. Mit seiner Porträtserie „Oberirdisch“ zeigt er eindrucksvolle Momentaufnahmen von Menschen, die, wie er selbst sagt, „Teil eines großen Ganzen“ und stolz auf ihre Arbeit sind. Seine jetzigen Aufnahmen werden ein Stück Zeitgeschichte von morgen sein. Schon lange rentiert sich der Steinkohleabbau in Deutschland nicht mehr. Gerade außerhalb Europas kann Kohle heutzutage wesentlich kostengünstiger abgebaut und transportiert werden.

Verjüngungskur für das Bergbaumuseum

Doch nicht nur der Bergbau selbst, sondern auch das Deutsche Bergbaumuseum (DBM) durchläuft momentan große Veränderungen. Mit der kommenden Sonderausstellung im DBM+, einem Erweiterungsbau des Museums, betritt das DBM laut Michael Farrenkopf, Leiter des Montanhistorischen Dokumentationszentrums, Neuland. Während der Hauptkomplex des Bergbaumuseums verjüngt wird, erhofft man sich mit dem neuen,  fotografischen Konzept im modernen Anbau gleichzeitig auch jüngere Zielgruppen ansprechen zu können. Zur Neueröffnung 2019 startet das Bergbaumuseum dann mit vier neuen Rundgängen.

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