Die Lebensmittelretter-App: Too Good To Go

Gegen das Wegwerfen: Too Good To Go | Foto: Too Good To Go

Der Name ist Programm: Die Macher des Start-Ups Too Good To Go mit Sitz in Düsseldorf überzeugten gestern Abend bei der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ alle fünf Gründer. Die Folge: Der erste Millionen-Deal der Show wurde eingetütet. Dass dieser letztendlich doch nicht zustande kam, tut dem Erfolg der Lebensmittelretter-App keinen Abbruch.

 

19 Millionen Tonnen Essensreste landen in Deutschland jährlich im Müll. Neben Foodsharing-Konzepten und Tafeln kümmert sich deshalb seit 2015 auch das dänische Start-up Too Good to Go darum, weniger Lebensmittel zu verschwenden. Im Januar 2017 eröffnete das junge Team eine Dependance in Düsseldorf. In Dänemark, Frankreich, Norwegen, Großbritannien und der Schweiz wird die App inzwischen genutzt. Das Prinzip ist einfach: Das Team vermittelt Essensreste aus Supermärkten und Restaurants an zahlende Kunden. Kostenfaktor: mindestens die Hälfte des Originalpreises und höchstens 3,90 Euro. Eine super Idee. Das fanden auch die Gründer in der TV-Show. Trotz anfänglichem Zögern schlossen sie sich zusammen, um eine Million für das nachhaltige Geschäftsmodell zu investieren. Einen Tag nach der Ausstrahlung wurde bekannt: Der Deal kam doch nicht zustande. Die offizielle Stellungnahme von Too Good To Go dazu: „Durch das schnelle Wachstum von Too Good To Go waren die Konditionen für einen Deal nach der Show leider für beide Seiten nicht ideal.“ Dennoch habe das Start-up von der Beratung profitieren können. Seit Aufzeichnung der Sendung im Februar seien die geretteten Mahlzeiten von unter einer Million auf mehr als 2 Millionen gestiegen. Und das eigentliche Ziel des Unternehmens erklärt CEO Mette Lykke, sei eh ein anderes: „Unsere eigentliche Mission ist es, unser Geschäft überflüssig zu machen. Denn erst wenn es keine Lebensmittelverschwendung mehr gibt und wir unseren ökologischen Fußabdruck minimiert haben, ist unsere Mission erfüllt.“