Altes neu und goldgerahmt

Endspurt Anfang Oktober: Die Baustelle macht neugierig | Foto: Mathias Kehren

„Houston, wir haben ein Problem“ – die Raumfahrtmission Apollo 13 musste 1970 die geplante Mondlandung aufgeben und zur Erde zurück. Keine Probleme und nur planmäßige Abbrüche hat indes die Raummission Apollo 21. Das frühere Apollo-Filmtheater eröffnet in Kürze imposante Räumlichkeiten.

Genau fünfzig Jahre lag das Gebäude an der Wuppertaler Kasinostraße 25 im Dornröschenschlaf. Hier, wo im Nachkriegsdeutschland die Menschen in Massen hinströmten, um gemeinsam Filme zu schauen, ist jetzt umfangreich umgebaut und saniert worden. Die ehemalige Amphitheateratmosphäre ist in der Höhe durchbrochen worden; eine brandneue Zwischendecke gibt reichlich Platz für Bestuhlung oder Dancefloornutzung. Denn genau in diesen Bereichen will das aus der Club- und Gastroszene stammende Betreiber-Trio agieren: Tagungen und geschlossene Gesellschaften, Konzerte und Kulturveranstaltungen, Clubbetrieb.

Hat man im Erdgeschoss einen ansprechenden Eingangsbereich mit Kasse und Garderobe, befindet sich in der ersten Etage ein zeitgemäßer Loungebereich, in dem auch kleinere Veranstaltungen denkbar sind. Geht man über eine der beiden Treppen schließlich noch eine Etage höher, hat man das eigentliche Aha-Erlebnis – hier betritt man den großen Saal mit der ungewöhnlichen, goldgerahmten Bühne. Das Konzept ist bis hin zu einem ausgeklügelten Künstlerbühnenzugang zu Ende gedacht; selbst der Notausgang ist so berechnet, dass gar ein Auto hereingefahren werden kann – für eine eventuelle Präsentation. Konzentrieren will man sich im Apollo 21 zunächst auf Vermietungen und den Clubbetrieb, in welche Richtungen das Ganze dann weiter wächst, soll sich an Machbarem und entsprechender Nachfrage orientieren. Elberfeld hat jedenfalls eine neue imposante Eventlocation hinzugewonnen – jeder, der an dem vormals völlig unscheinbaren Gebäude schon mal vorbeigegangen ist, wird garantiert große Augen machen.