Vier Sterne fürs Vegane: Peta stellt Mensa-Ranking 2017 vor

Die Essener Hauptmensa sahnte vier Sterne ab. | Copyright: Studierendenwerk Essen-Duisburg

Da hat die Uni Duisburg-Essen ja mal voll abgeräumt. PETA hat den hiesigen Mensen mal wieder auf den fleischlosen Zahn gefühlt und ging der Frage nach, wie vegan-freundlich sie sind. Das Ruhrgebiet kam dabei ganz gut weg. Herausragend war aber nur Duisburg-Essen.

Schon das 2016er Ranking ließ das Ruhrgebiet gut dastehen. Jeweils drei von drei möglichen Sternen gingen nach Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen. Dieses Mal sind die Regeln allerdings neu geschrieben und Duisburg-Essen ist der Pott-Veggie-Matador.

Seit 2014 befragt Peta schon die 58 deutschen Studierendenwerke nach den veganen Angeboten ihrer insgesamt etwa 900 Mensen und Cafeterien. Und immer mehr Studierendenwerke machen mit. In der neuesten Auflage der Umfrage kann Peta mal wieder einen Spitzenwert verbuchen: 43 Studierendenwerke schickten sich an, im Kampf um den Titel „vegan-freundliche Mensa“ ihre Tofu-Würstchen ins Rennen zu schicken. Peta bewertet die Mensen mit Blick auf das tägliche Angebot an veganen Gerichten, schaut nach, ob das Personal speziell geschult wird und berücksichtigt das Angebot an Pflanzenmilch für des Studenten Lebenselixier – Kaffee. Auch vegane Trends an einzelnen Unis und den eventuellen Ausbau des Angebots hat Peta im Blick.

Ein Stern mehr

Die Kriterien sind in der aktuellen Ranking-Auflage nicht neu. Neu ist hingegen, dass die vegane Crème de la Crème jetzt vier statt drei Sterne abstauben kann. Laut Peta sind das Studierendenwerke, die „durch besondere Aktionen und ein überdurchschnittliches veganes Angebot“ glänzen. Dazu gehören insbesondere Kochkurse. Sechs Studierendenwerke konnten die vier Sterne deluxe abgreifen: Augsburg, Berlin, Erlangen-Nürnberg, Heidelberg, Koblenz und eben Duisburg-Essen. Vier Punkte gibt es für das universitäre Pott-Doppelpack jeweils für die Hauptmensen in Duisburg und Essen, weil es dort täglich ein veganes Hauptgericht gibt, plus vegane Beilagen, aber auch vegane Snacks und Getränke, wie Brötchen mit veganem Aufschnitt, veganes Bananenbrot und Limonade. Außerdem hat das Studierendenwerk kostenfreie Ernährungsseminare, in denen speziell auf vegane Ernährung hingewiesen wird. Ist das schon alles? Nein! Veganer dürfen sich über Infoflyer freuen, auf denen das vegane Sortiment vorgestellt wird.

In Bochum und Dortmund geht es einen Hauch weniger vegan zu: Beide Studierendenwerke konnten ihre Drei-Sterne-Wertung halten und bilden damit eine Gruppe mit 22 weiteren Werken, zu denen auch Düsseldorf und Köln gehören. Dort passt das Angebot an veganen Gerichten, es fehlt nur an Feinheiten. Peta urteilt über die Dreier-Gruppe: „An der Werbung und zusätzlichen Aktionen für vegane Gerichte können die meisten Mensen noch etwas arbeiten, dann ist der vierte Stern zum Greifen nah.“ Sebastian Ritscher

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