WDR Heimatabend: Bochum im Portrait

Bochum, „die Malocherstadt“. Bei der Wahl des Titels haben die Kollegen vom WDR soviel Oberflächlichkeit an den Tag gelegt, wie man es sonst nur von Redaktionen aus Süddeutschland kennt. Inhaltlich hingegen verspricht der Heimatabend am kommenden Freitag wesentlich vielfältiger zu werden. Der Bochumer Dokumentarfilmer Jens Tampier porträtiert mit seinem Kollegen Frank Bürgin vor allem eine Stadt des Wandels, die nach der Kohlenkrise in den 50ern schon früh von der Stahl- zur Autoindustrie wechselte. Mit dem Bau der Ruhr-Universität wurde 1965 ein weiteres Signal Richtung Zukunft gesetzt. In Sachen Kultur und Unterhaltung machte das Bochumer Schauspielhaus die Stadt bereits in den 20ern berühmt, lange bevor das Stadtmarketing die Kultur für sich entdeckte. Beim Heimatabend Bochum werden diese und viele weitere Schauplätze und historischen Ereignisse Bochums beleuchtet. „Mit vielen persönlichen Erinnerungen erzählt der Film die Geschichte der wandlungsfähigsten Stadt des Ruhrgebiets.“ Na gut, mit dem Titel können wir uns anfreunden und vielleicht ein wenig Hoffnung schöpfen, denn mit dem Aus der Opelwerke steht schließlich schon der nächste Wandel vor der Tür.

18.10. 23:16 - 23:59 Uhr im WDR.

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