Erneuter Angriff von rechts? Polizei trennt MSV-Fans unter Einsatz von Tränengas

| Foto: drunkside via cc

Nach Informationen von derwesten.de kam es gestern nach dem Spiel vom MSV Duisburg gegen den 1. FC Saarbrücken zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen Fangruppierungen des MSVs. Augenzeugen berichteten gegenüber der Zeitung, dass die rechte Gruppierung „Division Duisburg“ auf die linken Ultras der „Kohorte“ losgegangen sei. Die Polizei griff mit Schlagstöcken und Tränengas ein und nahm mehrere Personen fest.

Nur drei Tage zuvor hatten rechte Fans von Rot-Weiss Essen die Vorführung der Neonazi-Dokumentation „Blut muss fließen“ unter Androhung von Gewalt verhindert. Das AWO-Fanprojekt wollte den Film, der verdeckte Aufnahmen von Rechtsrockkonzerten beinhaltet, in seinen Räumlichkeiten zeigen, als sich ca. 30 Männer vor den Veranstaltern aufbauten und drohten, „dann kommen wir in einer Stunde mit 30 bis 40 Leuten mehr vorbei und nehmen den Laden auseinander.“ Auf Anregung des Bündnisses „Essen stellt sich quer“ über legt der Verein derzeit, die Vorführung nun im Stadion nachzuholen und so ein Zeichen gegen rechts zu setzen.

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Eine Gruppe von ca. 20 Leuten hat gestern die Vorführung des Films „Blut muss fließen“ in den Räumlichkeiten des AWO-Fanprojekts verhindert. Die Gruppe kam kurz vor Beginn des Films in den Raum und forderte, dass die Dokumentation gegen Rechts nicht gezeigt werde. „Es wurde eine Drohkulisse aufgebaut,“ berichtet Max Adelmann vom Bündnis „Essen stellt sich quer“, das die Vorführung mitorganisiert [mehr...]


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