Patenkind mit Flügeln: Essens OB tauft Airbus

Der Airbus fliegt jetzt im Namen Essens durch die Welt. | Copyright: Elke Brochhagen; Fotoredaktion

Die Stadt Essen sammelt Flugzeuge. Besser gesagt: Patenschaften. Seit dem 12. September trägt mal wieder ein schicker Flieger den Namen der Grünen Hauptstadt Europas. Der macht jetzt das halbe Dutzend voll und trägt den Namen Essen in alle Welt. Aber eine Kerosinschleuder als Patenkind der Grünen Hauptstadt? OB Thomas Kufen hat damit kein Problem.

1962 fing Essen damit an, patenlose Flugzeuge unter seine treusorgenden Fittiche zu nehmen. Am 16. April taufte Anna Nieswandt, Frau des damaligen Oberbürgermeisters Wilhelm Nieswandt, eine Boeing 720. Das bis vor kurzem noch jüngste Patenkind war ein Airbus A340-600 – getauft im Jahr 2004. Jetzt geht die Tradition mit einem neuen flüggen Patenkind weiter. Es ist ein Lufthansa Airbus A350-900.

„Täufling und Taufpate passen gut zusammen, beide vollbringen Höchstleistungen. Dieses Flugzeug ist das modernste und energieeffizienteste Langstreckenflugzeug der Welt“, erklärte Kufen bei der Taufe. Und immerhin würde auch Essen in vielen Bereichen Spitzenleistungen bringen. So sei Essen die drittgrünste Stadt Deutschlands. Auch Lufthansa-Chef Carsten Spohr ist der Meinung, dass zusammenwächst, was zusammengehört: "Die neue Lufthansa A350-900 ist der perfekte fliegende Botschafter für die Stadt Essen.“ Die „Essen“ sei nämlich das umweltfreundlichste Langstreckenflugzeug der Welt. Sie verbraucht natürlich massenhaft Kerosin, aber eben 25 Prozent weniger. Sie erzeugt außerdem 25 Prozent weniger Emissionen und soll beim Start leiser sein als vergleichbare Flugzeugtypen.

Kaum der Werkstatt entsprungen, gab es übrigens schon Alkohol für den Täufling. Kufen schenkte dem Airbus ordentlich einen ein und übergoss in mit Sekt – so viel traditionelle Show muss sein. Und damit war es auch schon geschehen: Essen konnte das sechste fliegende Patenkind verzeichnen. SeRi