Über 5000 unterzeichnen Petition zum Museumsgebäude am Ostwall

| Foto: Erich Ferdinand via CC BY 2.0

Das Ziel ist erreicht. Insgesamt 5115 Unterstützer unterzeichneten bis zum Ablauf der Abstimmung die Online-Petition „Rettet das Dortmunder Museumsgebäude am Ostwall!“ - 2779 von ihnen kommen aus Dortmund. Anstoß zu der Petition gab der seitens der Stadt geplante Verkauf des Gebäudes an einen Investor, der das Gebäude abreißen und stattdessen Seniorenwohnungen bauen wolle.

Die Dortmunderin Sabine Schwalbert möchte dies nicht hinnehmen und ruft die Stadt Dortmund im Wesentlichen dazu auf, diesen Beschluss zurückzunehmen und: „einem Verkauf nur zuzustimmen, wenn der Erhalt des Gebäudes sichergestellt ist. Die Denkmalbehörde fordern wir auf, das Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen.“

Auf politischer Ebene hat die Petition jedoch keinerlei Bedeutung: Um dem Rat ein Thema vorzuschlagen bräuchte es 8000 Stimmen von Dortmunder Bürgern, um eine Entscheidung ungültig zu machen sogar 13 000. Des Weiteren müssten die entsprechenden Unterschriften spätestens drei Monate nach dem Ratsbeschluss eingereicht werden. Diese Zeit ist bereits verstrichen.

Sabine Schwalbert ist trotzdem zufrieden, schließlich zeige die Petition: „mit mir sind noch einige andere Personen am Ball und die Bemühungen um den Erhalt des Hauses gehen in jedem Falle weiter.“ Der Bau der Seniorenwohnungen ist möglicherweise ohnehin ganz ohne die Hilfe der Petition vom Tisch, die potentiellen Investoren sollen abgesprungen sein. Was mit den Unterschriften passiert, ist derweil noch unklar. Auf jeden Fall soll es aber eine „öffentlichkeitswirksame Übergabe“ geben. Vielleicht treibt die Petition die Diskussion um den Verbleib des Gebäudes erneut an. Schwalbert selbst plädiert für die Einrichtung eines Hauses nach Vorbild des Essener Unperfekthauses.

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