In die Kiste fertig los: Umzugsgeschichten

Jenny | Fotos: Nele Posthausen

Kurz noch dem Ex-Freund die Meinung geigen, seine Lieblingscouch vom Nachbarn aus der Wohnung hieven lassen und das Ganze dann mal eben für ein bis sieben Monate bei den Eltern unterstellen. Umzüge sind nicht immer so geplant, wie man vielleicht denken mag. Wie man die Helfer am besten besticht, und was beim Auszug auf jeden Fall vermieden werden sollte, das lernt man wohl erst mit der Erfahrung. Nele Posthausen hat die Geschichten dazu gesammelt. Ein Klick auf ein Bild öffnet die Fotostrecke.

Entrümpelung & Räumung aller Art (10)

Eure schönsten Umzugs-Geschichten.

Constanze (37)
Ich habe in Dresden Musiktherapie studiert und bin dann nach Düsseldorf zu meinem Freund gezogen; in Witten konnte ich mit dem Studium weitermachen. Das war wirklich ein lustiger Umzug, weil ich kein Auto hatte und keine Helfer. Also habe ich alles in fünf große Kisten gepackt und die mir selbst per Post geschickt. Hat super geklappt, nur bei der Matratze war es etwas schwierig: Die musste ich dann im Zug mitnehmen.
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Constanze (37)
Gian-Luigi (25)
Ich bin von Trieste in Norditalien nach Deutschland gezogen. Das hat auch alles sehr gut mit meinem eigenen kleinen Auto und einigen Freunden als Helfer geklappt. Die helfen mir normalerweise gerne. Ich besteche sie nämlich immer mit irgendwas richtig Gutem zu essen: Risotto, Pasta, Couscous – was mir gerade so einfällt. Nur eine Sache, die konnten wir auch mit mehreren nicht ins Auto quetschen: mein Cello. Und das fehlt mir jetzt hier, als Ablenkung vom Studium.
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Gian-Luigi (25)
Henri (23)
Ich komme aus Paris, aus der Region um Lille, und bin zum Studieren hergezogen. Zum Glück habe ich ein eigenes Auto, in das wirklich alles reingeht. So konnte ich sogar meine schweren Bücher mitnehmen. Die müssen einfach immer dabei sein. Nur eine Sache vermisse ich ziemlich: meine Möbel. Mein alter Mitbewohner und ich hatten ihnen Namen gegeben – und so fehlen mir jetzt mein Kühlschrank Simon und mein Herd namens France total.
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Henri (23)
Jan (27) und Janina (26)
Als ich zuletzt umziehen wollte, musste ich einen Monat auf die neue Wohnung warten. Also habe ich meine Sache provisorisch im Keller von Jan untergestellt und bei ihm übernachtet. Leider dauerte es mit der Wohnung aber länger als gedacht, und so wurden aus einem Monat sieben lange Wintermonate. Und die Wintersachen waren natürlich irgendwo tief vergraben. So hatte ich eine ganz schön knappe Klamottenauswahl, bis ich schließlich ein anderes WG-Zimmer gefunden hatte.
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Jan (27) und Janina (26)
Jenny (31)
Ich selbst bin bei meinen Umzügen ziemlich organisiert, aber bei dem Umzug von einem Freund bin ich mal fast aus den Latschen gekippt: Da war einfach noch nichts gepackt, als wir Helfer ankamen, keine einzige Kiste. Sogar das Frühstück und die Kaffeetassen standen noch da. Das sah wirklich nicht aus, als wenn da heute noch jemand umziehen wollte. Ich weiß noch: Das Einzige, was schon gut verstaut war, das war seine Schildkröte.
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Jenny (31)
Lilli (19)
Der witzigste Umzug war definitiv der von der Innenstadt nach Dortmund-Dorstfeld. Eigentlich war es mein Freund, der da in seine neue Wohnung wollte, aber er musste leider abends arbeiten, und so stand ich irgendwann mit einer Freundin und den schweren Möbeln alleine da. Kurzerhand haben wir unten in einer Eckkneipe gefragt, ob nicht jemand helfen könnte und, zack, hatten wir fünf Männer an unserer Seite. Leider waren die nur mäßig fit, und weil es dann immer noch so lange gedauert hat, haben sie uns abends in der Kneipe noch ordentlich einen ausgegeben.
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Lilli (19)
Linda (24)
Eine Freundin von mir ist mal aus der Wohnung von ihrem Freund ausgezogen. Die beiden hatten sich getrennt – und nicht besonders friedlich. Also haben sie, als wir loslegen wollten, erst mal ordentlich angefangen, sich zu streiten. Es war nichts geklärt, keiner wusste, welches Möbelstück eigentlich wem gehört. Das war für uns Helfer ganz schön unangenehm und ist so ausgeartet, dass schließlich ihre Eltern eingreifen und die Sache schlichten mussten.
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Linda (24)
Marek (31)
Ich komme aus Polen und wohne derzeit zum Arbeiten in London. Da ziehe ich jetzt zum zehnten Mal um – in der gleichen Stadt. Der ekligste Auszugsgrund waren zuletzt Bettwanzen. Ich hab' sicher zwei Monate mit denen da gewohnt und sie nicht bemerkt, aber als ich dann wusste, was es ist, fand ich es super fies. Jetzt gerade muss ich mir wieder was Neues suchen, weil meine Mitbewohner einfach total verrückt sind. Ich ertrage sie wirklich nicht, und dabei wohne ich erst drei Monate bei ihnen.
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Marek (31)
Munna (25)
Ich komme ursprünglich aus Köln, und irgendwie finde ich da immer die schöneren Möbel. Also habe ich bei meinem Umzug nach Dortmund kurzerhand alles von da mitgenommen – im Zug. Küchenstühle und Pflanzen auf dem Weg zu mir im RE1. Das hat so super geklappt, dass ich bei meinem nächsten Umzug gleich wieder in Köln eingekauft habe und alles per Zug mitgenommen habe. Diesmal waren es Pflanzen für meinen jetzt noch größeren Balkon.
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Munna (25)
Pauline (22)
Ich bin drei Mal im selben Haus umgezogen. Mit meiner Mutter und zwei Geschwistern habe ich in einer wunderschönen großen Wohnung gewohnt. Die wurde uns dann aber zu groß, als meine ältere Schwester ausgezogen ist. Also sind wir eine Etage tiefer gezogen – nur hat es da leider nach einigen Monaten geschimmelt. Also konnten wir fürs gleiche Geld wieder zurück in die größere Wohnung, und als alles gereinigt war, ging es dann wieder runter. Etwas unglücklich war dabei, dass unser Klavier immer mit hoch und runter musste.
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Pauline (22)

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