Dortmund: Friedensfestival am Katharinentor

DGB Vorsitzende Jutta Reiter und OB Ullrich Sierau | MvK

Viele Menschen fahren mit der Deutschen Bahn oder öffentlichen Verkehrsmitteln nach oder aus der Dortmunder Innenstadt heraus. Der Großteil dieser Leute verlässt den Hauptbahnhof Richtung City, überquert den Wall an der Fußgängerampel und kommt über die Stufen der Katharinentreppe und damit, in diesen Tagen zum Standort einer fünftägigen Veranstaltung: dem Friedensfestival.

Organisiert vom DGB findet dieses Festival mit einer kleinen Bühne bereits im dritten Jahr statt. Von 17 bis 20 Uhr treten seit Montag und noch bis Freitag Live-Bands auf und dazwischen wird diskutiert und kommuniziert. Hintergrund ist die Idee, den rechten Gruppierungen möglichst alle Standorte für öffentliche Versammlungen zu blockieren. Organisationen, Verbände und Schüler zeigen hier Flagge gegen rechts. Denn schon seit vielen Jahren haben die Ewiggestrigen versucht, mit ihren Aktionen in Dortmund Aufmerksamkeit zu bekommen. Den Abschluss findet die Woche am Samstag mit dem Friedensfest auf dem Wilhelmplatz in Dorstfeld.

Es gibt viel Musik von lokalen Bands

Eröffnet wurde die Woche am Montag durch Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Polizeipräsident Norbert Wesseler und die DGB Vorsitzende Jutta Reiter. Als wohl bekanntester Künstler wird der Dortmunder Liedermacher Fred Ape am Freitag auftreten. Sonst wird viel Rockmusik, Latin, Pop, Soul, Reggae, Country, Folk und Oldies von lokalen, jungen Bands gespielt. Leider laufen die meisten Passanten bis jetzt aber an der Veranstaltung vorbei. Am Donnerstag wird eine Delegation aus Zwickau erwartet. Zwickau ist Partnerstadt Dortmunds und war die Heimat der NSU-Terroristen.

Der DGB hat für das „Bündnis Dortmund gegen Rechts" einen Sternmarsch am Samstag mit folgenden Treffpunkten organisiert:

- 10.45 Uhr Platz der Alten Synagoge/Opernhaus

- 10.45 Uhr Platz von Buffalo, gegenüber U-Turm

- 10.45 Uhr Kampstraße hinter Elektro Conrad

Die Antifa-Bewegung hat Blockaden angekündigt und bewusst keine Gegendemo angemeldet.

Der Antikriegstag am 1. September ist ein Gedenktag. Er erinnert an den Beginn des Zweiten Weltkrieges mit dem Angriff der Wehrmacht auf Polen 1939. Am Samstag ist dann der große Demonstrationstag in Dortmund, was zur Folge hat, dass rund um den Dortmunder Hauptbahnhof ein Riesenaufgebot der Polizei zur Stelle ist. Das fühlt sich immer ein wenig wie Polizeistaat an und kennt man vergleichbar nur, wenn der Fußballverein Schalke 04 ein Spiel gegen den BVB 09 im Signal Iduna Park austrägt.