ThyssenKrupp Steel: Bangen um 4050 Stellen

Dortmunder Trupp bei der Demo in Duisburg | Foto: Thomas Range

Unsichere Zeiten bei ThyssenKrupp Steel in Dortmund: In den nächsten drei Jahren will der Konzern 500 Millionen Euro einsparen, in Duisburg sollen 300 Stellen wegfallen. Hinzu kommt eine mögliche Fusion mit dem indischen Stahlkonzern Tata.

Um Einsparungen Höhe von einer halben Milliarde Euro zu erreichen, müssten nach der Rechnung der Betriebsräte rund 4050 der 27 000 Arbeitsplätze von Steel Europe wegfallen. Das ist die Gefahr, die die Arbeitnehmervertreter sehen. „Der Vorstand hat bisher nicht aufgelöst, wie er 500 Millionen Euro einsparen will“,so Hans Jürgen Meyer von der IG Metall Dortmund. Zwar gebe es zurzeit „keinen konkreten Stand, aber es ist eine angespannte Situation.“ Besonders die mögliche Fusion mit Tata Steel Europe wird kritisch gesehen.

„Die Arbeitnehmervertreter beider Seiten sehen in einer Fusion nur Risiken. Hinzu kommt die schlechte Erfahrung, die ThyssenKrupp in Brasilien gemacht hat.“ Dort hatte der Konzern im Stahlgeschäft einen Milliardenverlust gemacht. Zumindest betriebsbedingte Kündigungen wird es bis 2020 nicht geben: Das ist für alle ThyssenKrupp-Steel-Standorte in Deutschland vertraglich fixiert. Bezogen auf die neue Landesregierung fordert Meyer: „Garrelt Duin hat sich bei der Demonstration am 3.5. klar gegen Stellenabbau und die Fusion positioniert. Wir erwarten die gleiche Positionierung von der neuen Landesregierung.“ Paul Tschierske