Wright – Urban Art Festival: Graffitisanierung

Ein Herz für Straßenkunst | Foto: Lukas Vering

Vor einiger Zeit wurden Bochumer Hausbesitzer aufgerufen, ihre weißen Wände mit Bemalungsbedarf zum Teil einer großangelegten Graffitiaktion zu machen. Diese hat jetzt mit Wright – Urban Art Festival schon mal einen Namen und mit Anfang September auch einen Zeitrahmen bekommen. Wir haben nachgefragt, was man sonst noch erwarten kann.

„12 Häuser haben wir schon“, verkündet Tom Thrasher von der Bochumer Sold Out Gallery, der als Strippenzieher hinter der Aktion steht. Sie alle befinden sich in Innenstadtnähe oder in angrenzenden, hippen Ecken wie Hamme oder Speckschweiz. „Natürlich suchen wir immer noch weiter.“ Gleiches gilt für enthusiastische Sprayer. „Einige Künstler haben wir schon gefunden, aber letztendlich soll es um den Entwurf gehen. Die Hausbesitzer sollen aus einem Pool von Ideen und Skizzen selber aussuchen, was auf ihrer Wand landen soll.“ Interessierte Street-Art-Künstler sollten ein Auge auf die facebook-Seite haben, die bis zum Launch der Website die aktuellsten News und Kontaktwege bereithält.

Für alles eine Idee

„Wir peilen grob die ersten Wochen im September an“, erklärt Tom Thrasher auf die Frage, wann die Mal-Aktion denn starten soll. „Bis dahin haben wir dann auch noch Zeit, dass Rahmenprogramm fertig zu basteln.“ Jenes soll nämlich allerhand Programmpunkte bieten. Die Ideen reichen von Workshops zum Street-Art-Selber-Machen über Lesungen und eine Filmnacht bis hin zu einem HipHop Festival und einem Skate-Contest. Eine Ausstellung, ein Katalog, Videoaufnahmen und Touren der teilnehmenden Künstler und ihre Ergebnisse sind ebenfalls in Planung. „Derzeit haben wir für alles schon Ideen, suchen aber teilweise noch die richtigen Locations. Und natürlich Finanzierungsmöglichkeiten.“

Wright soll dann eine Marke werden. Das Festival rund um Urban Art soll jährlich stattfinden und Nachhaltigkeit demonstrieren. „Unsere Kunst bleibt“, meint Thrasher und will sich damit in Kontrast zu anderen Projekten setzen, die in Bochum liefen und von denen nun nichts mehr zu sehen ist. Bis das Wirklichkeit wird, bleibt einfallsreichen Künstlern noch Zeit, ihre Entwürfe einzureichen. Und Menschen mit leeren Wänden auch immer noch die Gelegenheit, diese für eine gründliche Graffiti-Sanierung anzumelden.

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