Zukunftsmusik: Institut für Populäre Musik in Bochum

GO, BO-POP! | Foto: Mary [CC-BY-2.0], via Wikimedia Commons

„Popmusik ist mittlerweile mehr als die Sprache der Jugend, sie erreicht altersmäßig nahezu alle Bevölkerungsschichten. Rund um die Musikwirtschaft ist ein breiter und kreativer Mix an beruflichen Möglichkeiten entstanden. Und diese Berufszweige benötigen qualifiziertes und extrem gut ausgebildetes Personal“, verkündete Svenja Schulze, ihres Zeichens NRW-Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung heute Mittag auf der Pressekonferenz zur Gründung des "Instituts für Populäre Musik“ in Bochum.

Manch einer kennt Frau Schulze noch aus ihrer Zeit als AStA-Kulturreferentin der Ruhr-Uni, und so ist es natürlich eine große Freude, dass dieses Institut ab dem Sommersemester 2014 ausgerechnet in den Räumlichkeiten der Bochumer Zeche seinen Platz finden wird. „Das wird eine große Strahlkaft für NRW und darüber hinaus entwickeln“, ist sich Frau Schulze sicher; Oberbürgermeistern Ottilie Scholz freut sich ebenfalls („eine willkommene Fortsetzung und hervorragende Erweiterung im Angebot unserer Bildungs- und Wissenschaftsstandortes!“) – auch wenn die Zahl der Studenten doch noch recht übersichtlich erscheint: Ganze acht Studienbewerber werden pro Semester dort aufgenommen (Zugangsvoraussetzungen sind ein Bachelor-Abschluss und/oder einschlägige kunstpraktische Erfahrungen sowie das Bestehen einer Eignungsprüfung). Ziel dieses viersemestrigen Master-Studiengangs „Populäre Musik“ ist die Realisation eigener Werke in den Schwerpunkten „Artistic Composer / Producer“ und „Performing Artist“.

Als zentrales Institut der Folkwang Universität der Künste sind die Aussichten auf alle Fälle glänzend. Folkwang-Rektor Kurt Mehnert verspricht: „Im Institut für Populäre Musik werden wir exzellente junge Persönlichkeiten fördern und damit die Musikszene in Deutschland beleben.“ Konzeption und Entwicklung entstehen zudem in enger Partnerschaft mit dem „European Centre for Creative Economy“ (ecce), und ecce-Geschäfstführer Dieter Gorny will das Projekt natürlich „weiterhin begleiten und mit seinen Netzwerken unterstützen“. Ob das heißt, dass demnächst Udo Lindenberg oder Peter Maffay als Dozenten nach Bochum umsiedeln, wird sich zeigen, Xavier Naidoo hängt ja noch an der Pop-Akademie in Mannheim fest.

Mein besonderer Dank gilt an dieser Stelle dem Bochumer Kulturdezernenten Michael Townsend, der mich freundlicherweise in seinem flotten Opel Meriva vom Zechengelände zurück in die City kutschiert hat. Na dann, warten wir mal alle gespannt auf die baldige Verkündigung der Doppelspitze, die dieses Institut dann leiten wird: Herbert Grönemey …, ach, Pamela Falcon und Axel Rudi Pell, übernehmen Sie!

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